DUH-Gutachten belastet Daimler schwer
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DUH-Gutachten belastet Daimler schwer

Daimler MFK

Acht neue Abschalteinrichtungen im Dieselmotor OM 642 entdeckt 

Anfang November d. J. präsentierte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein neues Expertengutachten, aus dem eindeutig hervorgeht, dass in der Mercedes E-Klasse (Euro 6) acht bislang unbekannte illegale Abschalteinrichtungen verbaut sind mit der Konsequenz, dass der Motor (OM 642) die gesetzlich vorgeschriebenen NOx-Grenzwerte zwar auf dem Prüfstand, jedoch nicht im realen Straßenbetrieb einhält. 

„Das Gutachten von Felix Domke überführt Daimler endgültig. Es zeigt uns erstmals, wie es dem Konzern gelingt, im Prüflabor die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten, im realen Straßenbetrieb unsere Städte hingegen mit gesundheitsschädlichen Stickoxiden regelrecht zu fluten. Die Manipulation der Abgasreinigung gibt es nicht etwa, weil dies aus physikalischen Gründen oder zum Zweck des Motorschutzes erforderlich wäre. Der Grund ist so simpel wie zynisch: Es geht um Profitmaximierung zu Lasten der Umwelt und der Gesundheit der Stadtbewohner“, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH im Rahmen der eigens dafür anberaumten Pressekonferenz dazu. 

Bislang hatte Daimler immer abgestritten, illegale Abschalteinrichtungen bei in Deutschland und in Europa verkauften Diesel-PKW zu verwenden, und war mit dieser Argumentation vor Gericht oftmals erfolgreich gewesen. Das dürfte ab sofort kaum mehr möglich sein, denn zu erdrückend sind die technischen Details, die Domke in seinem Gutachten anführt. In der E-Klasse kommen drei unterschiedliche Arten der Manipulation zur Anwendung: 

  1. steht im Zusammenhang mit SCR-Systemen; 
  1. korreliert mit dem Alterungsfaktor, der diejenigen Schwellenwerte deutlich absenkt, bei denen die „defeat devices“ anspringen. Dies geschieht teilweise bereits ab einer Alterung von etwa 1 Prozent bezogen auf die Lebensdauer des Fahrzeugs – also nach wenigen Tausend Kilometern Laufleistung; 
  1. Abgasrückführ-Systeme. 

Während auf dem Prüfstand die strengen Euro-Normen problemlos eingehalten werden, sind die Stickoxid-Emissionen draußen auf der Straße um bis zu 500 Prozent erhöht. 

In Deutschland forderte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Stuttgarter in der Vergangenheit zu mehreren Rückrufaktionen auf. Betroffen waren davon bereits die Motoren OM 622, OM 626, 

OM 642, OM 651 und OM 607 – allesamt verbaut in zahlreichen Modellreihen des Konzerns. Domke geht in seinem neuen Gutachten nun davon aus, dass neben dem von ihm untersuchten Motor OM 642 noch zahlreiche weitere Motorreihen mit illegalen Abschalteinrichtungen bestückt wurden, weshalb in Zukunft neue Rückrufe durch das KBA zu erwarten sind. 

Aus Verbrauchersicht handelt es sich dabei um irreführende Manipulationen der Abgasnachbehandlung. Deshalb ist die Nutzung der unzulässigen Abschalteinrichtungen aus unserer Sicht als Juristen eindeutig als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung (§ 826 BGB) der Daimler AG gegenüber dem jeweiligen Kunden einzustufen. Den Daimler-Kunden steht somit ein entsprechender Schadensersatz zu. Die Chancen der geprellten Kunden vor Gericht erhöhen sich dank des neuen Domke-Gutachtens enorm. 

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