Peugeot

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Bezüglich des Dieselskandals ist nun schon seit Längerem deutlich geworden, dass weitaus mehr Hersteller als nur Volkswagen darin involviert sind. Die Vorgangsweise bzw. ‚Technik‘ ist dabei immer dieselbe: Soft- und Hardware mit Hilfe einer illegalen Abschalteinrichtung so manipuliert, dass sich im Prüfstand niedrigere Stickoxid-Emissionen vortäuschen lassen.

Auch gegen den französischen Autobauer Groupe PSA (Peugeot, Citroën, DS, Opel, Vauxhall), der mittlerweile mit FCA (Fiat, Chrysler, Alfa Romeo, Iveco, Jeep) zu Stellantis (Sitz Amsterdam, insgesamt 14 Marken) gehört, wird nun aufgrund des Verdachts auf Manipulation ermittelt. Im Falle von PSA handle es sich um den Verkauf von Dieselfahrzeugen (EURO 5), die zwischen 2009 und 2015 in Frankreich verkauft wurden und aus der Sicht der Justiz eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier darstell(t)en.

Peugeot jedoch bestreitet jegliche Vorwürfe und ist fest davon überzeugt, nichts falsch gemacht zu haben. Da sich der französische Autobauer aber nun in einem formellen, gerichtlichen Ermittlungsverfahren wiederfindet, musste der Hersteller für mögliche Entschädigungsforderungen bereits eine 10 Millionen schwere Kaution sowie eine Bankbürgschaft in Höhe von 30 Millionen Euro hinterlegen.

Bereits 2017 konnten französische Behörden zumindest beweisen, dass ein Betrug bei Abgasprüfungen geplant war. Auch der ADAC stellte im selben Jahr bei einem realitätsnahen Test der Modelle Peugeot 3008 BlueHDi 120 und 5008 BlueHDi 150 massive Überschreitungen der Stickoxidwerte fest.

Mittlerweile gibt es bereits zwei Rückrufe – nachstehend die bislang bekannt gewordenen betroffenen Modelle:

Dieselvarianten Produktion Juli 2013 – Mai 2016
Peugeot 208
Peugeot 308
Peugeot 508
Peugeot 2008
Peugeot 3008
Peugeot 5008

Des Weiteren sind auch einige Benziner betroffen:

Otto-Motoren-Produktion Februar 2017 – April 2019
Peugeot 208
Peugeot 301
Peugeot 2008

Bei den betroffenen Modellen hatte Peugeot ein Softwareupdate aufgespielt, das die Stickoxidwerte optimieren soll. Vermutlich werden im Rahmen der Rückrufaktion lediglich die unzulässigen Abschalteinrichtungen entfernt.

Als betroffene Verbraucher stehen Ihnen nun verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
– Sollte in Ihrem Fahrzeug, das sich aber immer noch im Zeitraum der Gewährleistung befindet, eine illegale Abschalteinrichtung verbaut sein, haben sie das Recht darauf, ein sauberes, d. h. nichtmanipuliertes Nachfolgermodell zu erhalten.
– Alternativ lässt sich mit einer Rückabwicklung der Kaufpreis gegen eine Nutzungsentschädigung zurückfordern.

Haben Sie keine Scheu, gegen Peugeot bzw. Stellantis zu klagen und Ihren rechtmäßigen Schadensersatz einzufordern. Der Trend der Gerichte geht in Richtung verbraucherfreundliche Urteile, und insbesondere mit dem richtigen Anwalt an Ihrer Seite sind die Erfolgschancen sehr hoch.