Corona-Warn-App: Wirklich unbedenklich?

Corona-Warn-App: Wirklich unbedenklich?

In dieser Woche wird die neue Corona-Warn-App freigeschaltet: Mit dieser sollen ihre Nutzer informiert werden, wenn sie sich in der Nähe von Corona-Infizierten aufgehalten haben. Nachdem eine Vielzahl datenschutzrechtlicher Bedenken erhoben worden war, hat die Bundesregierung gegenüber dem ersten Entwurf massiv nachgebessert. Die Daten sollen nur dezentral auf dem jeweiligen Smartphone gespeichert werden; eine Identifizierung der Kontaktpersonen soll ebenso wie die Erstellung von Bewegungsprofilen nicht möglich sein.
Corona Warn App Datenschutz

Aber reicht das aus? Wissenschaftler der Universitäten Darmstadt, Marburg und Würzburg haben zuletzt eine Studie veröffentlicht, nach der (oder: derzufolge) die Technologie der Corona-Warn- bzw. Tracing-Apps Datenschutz- und Datensicherheitsrisiken beinhaltet. Insbesondere externe Hacker-Angriffe könnten dennoch Bewegungsprofile und Identifizierungen ermöglichen oder auch die Kontaktinformationen manipulieren. Der IT-Dienstleister TÜV Informationstechnik hingegen, der im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik die App untersucht hat, weist Sicherheitsbedenken gegen die App zurück.

Ein ungutes Datenschutz- und Datensicherheitsgefühl bleibt dennoch – genau wie ein ungutes Gefühl durch die ebenso unsichtbare Corona-Bedrohung.