Pleite der Wirecard AG: Durchsetzung Ihrer Ansprüche

Der Zahlungsabwickler Wirecard hat am 25.06.2020 einen Insolvenzantrag gestellt. Insgesamt 1,9 Milliarden Euro fehlen in der Wirecard-Bilanz. Das Geld hat offensichtlich niemals existiert. Aufgrund von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung der Wirecard AG war der Weg in die Insolvenz vorbestimmt. Ein dramatischer Absturz der Aktie war die Folge.

Nun stellt sich für Sie berechtigterweise die Frage, wie es mit Ihrem investierten Geld in die Wirecard AG weiter geht. Wie kommen Sie an Ihr Geld und wer haftet für Verluste?

  • Ansprüche sichern

Was kann die Kanzlei Baum Reiter & Collegen für Sie tun?

Die Kanzlei Baum Reiter & Collegen ist seit rund 20 Jahren im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts tätig. Gerne werden wir auch für Sie aktiv und sichern Ihre Ansprüche im laufenden Insolvenzverfahren. Darüber hinaus bieten wir Ihnen die kostenfreie Prüfung an, inwieweit kapitalmarktrechtliche Schadensersatzansprüche bestehen oder ob gegen weitere beteiligte Dritte, wie z.B. Vorstandsmitglieder oder Wirtschaftsprüfer, Ansprüche durchgesetzt werden können. Soweit in Ihrem Fall Erfolgsaussichten bestehen, setzen wir uns für eine Durchsetzung Ihrer Ansprüche ein.

Wer kommt für die Anwaltskosten auf?

Soweit Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, werden wir bei dieser für Sie kostenfrei eine entsprechende Deckungsanfrage zur Kostenübernahme stellen.

Soweit Sie keine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, informieren wir Sie gerne über unsere Gebühren. Sie können dann entscheiden, ob Sie uns auch weiterhin beauftragen möchten.

Bitte seien Sie versichert, dass die Kanzlei Baum Reiter & Collegen ohne eine Deckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung oder Ihre ausdrückliche Zustimmung keine kostenauslösenden Maßnahmen ergreifen wird. Soweit nicht anders besprochen, entsteht für Sie bei einer Mandatierung kein Kostenrisiko.

Wichtige Fragen zur Insolvenz der Wirecard AG

Im Insolvenzfall werden Sie aufgefordert, Ihre Ansprüche, die Ihnen gegenüber dem insolventen Unternehmen zustehen, zur Insolvenztabelle anzumelden. Der Insolvenzverwalter prüft sodann die Rechtmäßigkeit des Anspruchs. Soweit das Unternehmen über ausreichend Gelder verfügt, gelangt Ihr Anspruch mit Abschluss des Verfahrens zur Auszahlung.

Als Aktionär haben Sie verglichen mit anderen Gläubiger in einem Insolvenzverfahren nur wenig Rechte. So werden z. B. Banken, die dem Insolvenzschuldner Kredite gewährt hatten, vor den Aktionären bedient. Oftmals bleiben Aktionäre auf dem Verlust sitzen. Die Stellung des Aktionärs verbessert sich jedoch erheblich, wenn gleichzeitig Schadensersatzansprüche gegen das Insolvente Unternehmen geltend gemacht werden können.

Im Fall Wirecard kommen vor allem Erstattungsansprüche wegen Verstoßes gegen kapitalmarktrechtliche Publizitätspflichten in Betracht. Diese Ansprüche müssen gesondert zur Insolvenztabelle angemeldet und begründet werden.

Ihre Forderung wird im Rahmen der Insolvenz nur dann Berücksichtigung finden, wenn der Insolvenzverwalter die Rechtmäßigkeit Ihrer Forderung feststellt. Tut er dies nicht, müssen Sie die Rechtmäßigkeit per Klageverfahren feststellen lassen.

Ein Unternehmen meldet nicht ohne Grund Insolvenz an, sondern es stehen, jedenfalls im Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung, nicht ausreichend Gelder zur Verfügung, um sämtliche Gläubiger zu bedienen. Häufig gelangt an Insolvenzgläubiger daher lediglich ein Teil des berechtigten Anspruchs (sog. Quote) zur Auszahlung.

Im Einzelfall können ausstehende Beträge anderweitig bei dritten Beteiligten geltend gemacht werden. Ob auch Ihnen solche Ansprüche zustehen, ist Gegenstand einer gesonderten anwaltlichen Prüfung, die wir für Sie gerne kostenfrei vornehmen.

Im Fokus stehen die Wirtschaftsprüfer Ernst & Young der Wirecard AG, die in der Vergangenheit womöglich zumindest fahrlässig Bilanzen testierten, in denen nicht existierende Guthaben ausgewiesen waren. Daneben kommt eine persönliche Haftung der Vorstandsmitglieder oder der Mitglieder des Aufsichtsrats in Betracht.

Schadensersatzansprüche kommen zunächst für Aktionäre in Betracht. Allerdings ist auch den Käufern von Anleihen, die von der Wirecard AG emittiert wurden, ein Schaden entstanden, der auf den verschiedenen Pflichtverletzungen der Wirecard AG und den weiteren Beteiligten beruht. Entsprechend können auch diese Anleihegläubiger Schadensersatzansprüche stellen. Gleiches gilt für Besitzer von Derivatepapieren.

Ja, Ihnen steht es frei, die Aktien der Wirecard AG jederzeit zu verkaufen. Dies steht einer späteren Stellung von Schadensersatzansprüchen nicht im Wege.

Wenn Sie zur Geltendmachung Ihrer Ansprüche eine anwaltliche Vertretung wünschen, kommt eine Übernahme der anwaltlichen Kosten durch Ihre Rechtsschutzversicherung in Betracht. Gerne stellen wir bei Ihrer Rechtsschutzversicherung für Sie kostenfrei eine entsprechende Deckungsanfrage.

Sollten Sie nicht rechtsschutzversichert sein, informieren wir Sie gerne über die Höhe unserer anwaltlichen Gebühren. Bitte seien Sie in jedem Fall versichert, dass wir ohne eine Deckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung oder Ihre ausdrückliche Zustimmung keine kostenauslösenden Maßnahmen ergreifen werden.

Soweit nicht anders besprochen, entsteht für Sie bei einer Mandatierung kein Kostenrisiko.