WhatsApp- und Skype-Nutzung beim Homeschooling und anderswo

Die Corona-Krise hat die Schulen vor die Herausforderung gestellt, Digitalisierung voranzubringen und hierdurch Homeschooling zu ermöglichen. Konkret in Niedersachsen führte dies zu einer datenschutzrechtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Kultusministerium und der Landesdatenschutzbeauftragten: Während das Ministerium die Nutzung von WhatsApp und Skype für die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern erlaubte, erhob die Datenschutzbeauftragte wesentliche Bedenken gegen die WhatsApp-Verwendung. In ähnlicher Weise hatte sich zuvor die Berliner Datenschutzbeauftragte geäußert, die Skype, Microsoft Teams und Zoom als Video-Anwendungen für datenschutzwidrig hält.

Eine abschließende Lösung zeichnet sich bislang nicht ab. Sowohl Schulen als auch Unternehmen sollten sich aber die datenschutzrechtlichen Bedenken gegen Video- und Messenger-Dienste zu Herzen nehmen. Einige Anbieter wie z. B. Zoom bessern regelmäßig ihre Datenschutz- und Datensicherheitslücken nach. Bei Messenger-Diensten gibt es deutliche Unterschiede bei der Einhaltung des Datenschutzes, sodass die Verwendung von WhatsApp im dienstlichen Bereich weiter sehr bedenklich erscheint. Im Einzelfall sollte hier eine aktuelle rechtliche und technische Beratung eingeholt werden.