VW-KapMuG-Verfahren: Anmeldefrist endet Anfang September

Im Herbst 2015 deckte die amerikanische Umweltbehörde EPA auf, dass Volkswagen die Abgaswerte gewisser Dieselmotoren gezielt manipuliert hatte. Danach brachen die Aktienkurse des Autoherstellers um bis zu 40 Prozent ein. Mit großer Wahrscheinlichkeit wusste die Konzernspitze bereits vorher von den Abgasmanipulationen. Trifft dies zu, hat Volkswagen die Ad-hoc-Meldepflicht des Wertpapierhandelsgesetzes verletzt und muss seinen Anlegern den entstandenen Kursschaden ersetzen.

Musterverfahren zu VW-Sammelklage eröffnet

Rund 1.500 Aktionäre haben daher vor dem Landgericht Braunschweig gegen den Autokonzern geklagt. Ihre individuellen Verfahren wurden zugunsten eines Sammelverfahrens nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) ausgesetzt. Am 8. März 2017 hat das Oberlandesgericht Braunschweig den Musterprozess in der VW-Sammelklage eröffnet. Als Musterklägerin hat es die Deka Investment GmbH, eine Fondsgesellschaft der Sparkassen-Gruppe, ausgewählt. Die anderen Kläger sind als Beigeladene am Pilotverfahren beteiligt.

Anmeldung verhindert Verjährung

Anlegern, die nicht an der VW-Sammelklage teilnehmen, bietet das KapMuG die Möglichkeit, ihre Schadensersatzansprüche gegen Volkswagen beim Oberlandesgericht Braunschweig anzumelden. Die Anmeldung hemmt die Verjährung der Ansprüche bis zum Ausgang des Musterprozesses. Anmelder können mithin getrost abwarten, wie die Musterentscheidung ausfällt, respektive, ob unter den Parteien der VW-Sammelklage ein Vergleich zustande kommt. Nach Abschluss des Musterverfahrens lässt sich besser beurteilen, ob es sich lohnt, ein Prozessrisiko einzugehen. Denn obwohl der Ausgang des Pilotprozesses gegenüber Unbeteiligten keine Bindungswirkung entfaltet, hat er auf den Verlauf späterer Verfahren erheblichen Einfluss.

Anmeldefrist bis zum 8. September

Die Registrierungskosten betragen einen Bruchteil der Anwalts- und Gerichtsgebühren, die bei der Teilnahme an der VW-Sammelklage entstehen. Allerdings ist die Registrierung nur innerhalb der ersten sechs Monate nach Eröffnung des Musterverfahrens möglich. Das bedeutet, dass die Anmeldefrist am 8. September 2017 endet. Zur Registrierung eines Schadensersatzanspruchs (Schadenersatz für VW-Aktionäre) schreibt das Gesetz eine anwaltliche Vertretung vor. Betroffene Anleger sind deshalb gut beraten, zeitnah einen Fachanwalt aufzusuchen, um die Anmeldefrist nicht zu verpassen.

Baum · Reiter & Collegen vertritt geschädigte Aktionäre

Die Kanzlei Baum · Reiter & Collegen vertritt geschädigte VW-Aktionäre bei der Anmeldung zum KapMuG-Verfahren. Eine erste Einschätzung, ob sich ein Schadensersatzanspruch geltend machen lässt, stellt das erfahrene Anwaltsteam ebenso wenig in Rechnung wie die Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung. Baum · Reiter & Collegen zählt zu Deutschlands renommiertesten Fachkanzleien im Bereich des Anlegerschutzes. Der ehemalige Bundesinnenminister Dr. Gerhart Baum hat sich mit seinem unermüdlichen Einsatz für Bürger- und Verbraucherrechte einen Namen gemacht. Prof. Julius Reiter gilt laut dem Best-Lawyers-Ranking des Handelsblatts als einer der führenden Experten im Bank- und Kapitalmarktrecht.

 

Weitere Informationen unter https://www.vw-verhandlung.de