VW ABGASSKANDAL RECHTSANWALT


Der VW Abgasskandal, die Folgen und was Verbraucher jetzt tun sollten

Dieselfahrzeuge galten lange Zeit als „Retter des Automobils“, vor allem im Bereich des Individualverkehrs. Eine lange Lebensdauer, ein geringer Treibstoffverbrauch und die niedrigen Abgaswerte verhalfen Autos mit Dieselantrieb zu großer Beliebtheit. Automobilherstellern bescherten sie volle Auftragsbücher und im Konzern klingelte die Kasse. VW, Audi, Porsche, Skoda, Seat, Opel, Mercedes und BMW – sie alle produzierten die begehrten Autos. Der Diesel eroberte die Straßen, besonders im Segment der Klein-, Mittel- und Kompaktklasse. Auch Vans, Geländewagen und SUVs wurden mit dem Diesel ausgerüstet. Für respektable Beschleunigungswerte und konkurrenzreife Höchstgeschwindigkeiten standen die Turbodiesel. Der Benziner war außer Mode, wurde auf Modelle der Oberklasse und Supersportwagen reduziert. Umweltbewusste Familien in Deutschland entschieden sich für den Diesel, nicht selten für ein Modell aus dem VW Konzern, einen VW Golf zum Beispiel.

Verwunderlich waren sie eigentlich schon, diese sagenhaften Abgaswerte. Es schien, als ob die Ingenieure ständig die von ihnen selbst aufgestellten Rekorde bei Abgaswerten brechen wollten und könnten. Für den Autofahrer aber war die Welt in Ordnung. Solide Technik und das gute Gefühl, einen zuverlässigen Wagen zu fahren, welcher die Umwelt schont. Diese Entwicklung verhalf auch anderen Herstellern zu stärkeren Absätzen ihrer dieselbetriebenen Autos.

Der 18. September 2015 sollte alles ändern und die scheinbar unumstößliche Dominanz der Dieseltechnologie zu Fall bringen. VW konnte nicht umhin und musste einen Abgasskandal einräumen. Betroffen waren auch Fahrzeuge der zum Konzern gehörenden Unternehmen wie  Audi, Skoda, Seat und Porsche. Der VW Abgasskandal war schnell als Dieselgate bekannt. Seinen Anfang nahm er in den USA und bescherte dem Volkswagen Konzern seine vermutlich schwerste Krise. Doch nicht nur Volkswagen ist davon betroffen. Auch Audi rückte in den Fokus, da dort offenbar die Schummel-Software entwickelt wurde. Aber auch andere Autohersteller wurden vom Abgasskandal erfasst. Schlimm traf es damit den Diesel Motor, seine Zukunft ist ungewiss.




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VW Abgasskandal – Volkswagen, Audi und die Schummel-Software

Was steckt hinter dem Abgasskandal bei Volkswagen? In den USA sind die Umweltauflagen wesentlich strenger als in Europa. Um den US-Standards zu entsprechen, setzte Volkswagen bei Modellen, die für den US-Markt bestimmt waren, erstmals eine Software ein, die angeblich bei Audi entwickelt wurde. Bereits 1999 hätten Ingenieure bei der Volkswagen Konzerntochter Audi nach Möglichkeiten gesucht, um den strengen Abgasrichtlinien der USA zu begegnen. Entwickelt wurde eine Software, die bei Modellen von Audi zunächst nicht verwendet wurde. Verwendet wurde sie hingegen bei Fahrzeugen von Volkswagen, bestimmt für den US-Markt. Zuvor noch hatte Volkswagen seine dieselbetriebenen Autos als Clean Diesel beworben, um seine Verkäufe zu fördern. Damit wollte Volkswagen auf dem wichtigen US-Automobilmarkt seine Markanteile erhöhen und sich so Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Am besagten 18. September 2015 wurde öffentlich, was zuvor schon hinter verschlossenen Türen klar war. Denn den Abgasskandal hatte Volkswagen gegenüber der US-Umweltbehörde EPA bereits am 3. September 2015 gebeichtet. Damals wurden die Gespräche noch hinter verschlossenen Türen geführt. Offenbar spekulierte man bei Volkswagen damals noch darauf, die Sache bereinigen zu können, ohne an die Öffentlichkeit gehen zu müssen.

Am 18. September 2015 teilte dann aber EPA der Öffentlichkeit mit, dass Volkswagen bei Modellen mit Dieselmotor eine Software verwendet, welche die Schadstoffe bei Test-Messungen gezielt manipuliere. Damit entwickelt sich in der Automobilbranche ein Skandal noch nie dagewesenen Ausmaßes. Der VW Abgasskandal erreichte binnen kurzer Zeit Europa und den Rest der Welt. Die Folgen sind weitreichend. Bereits wenige Tage später, am 23. September 2015, tritt Volkswagen Chef Martin Winterkorn zurück. Vor seinem Rücktritt gab er noch Gewinnwarnungen für den Volkswagen Konzern heraus und kündigte Rückstellung in Milliarden Höhe für bevorstehende Klagen, Schadensersatzforderungen und Umrüstungen an.


Welche Fahrzeuge sind vom VW Abgasskandal betroffen?


Was ist die Schummel-Software, wie arbeitet sie?

Volkswagen wollte seinen Dieselbetriebenen Fahrzeugen in den USA einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Technisch war es jedoch nicht möglich, die Abgaswerte abzusenken ohne gleichzeitig die Fahrleistungen der Autos zu beeinträchtigen. Daher griff man zu der Schummel-Software.

Eine Software im Auto ist an sich nicht ungewöhnlich. Bei jedem Automobil jüngeren Baujahres wird der Motor des Autos mit einer Software gesteuert. Das ist bei Diesel Fahrzeugen von VW auch nicht anders. Auch Fahrzeuge mit Schummel-Software benötigen eine Software für die Motorsteuerung.

Was also ist der Grund für den VW Abgasskandal? Es geht darum, was die Steuersoftware im Testmodus macht. Die Steuersoftware ist so programmiert, dass sie erkennt, ob sich das Fahrzeug auf einem Teststand oder auf der Straße befindet. Ein Anhaltspunkt dafür bietet die Betätigung der Lenkung im Straßenverkehr, was am Prüfstand nicht der Fall ist. Die Software erkennt, dass sich die Räder drehen, aber die Lenkung nicht benützt wird. Unter diesen Bedingungen schaltet die Software den Diesel Motor in den Test- bzw. Prüfmodus. Die Folge sind weniger Verbrauch und Schadstoffausstoß, das Auto wird umweltfreundlicher. Diese optimierte Aufbereitung der Emissionen geht zu Lasten der Fahrleistung.

Im Normalbetrieb schaltet die Steuersoftware den Motor des Autos wieder in den Normalmodus. Der Diesel Motor erbringt dadurch wieder bessere Fahrleistungen, was jedoch zulasten von Verbrauch und Schadstoffausstoß geht. Im Normalmodus wird die Abgaskontrolle ausgeschaltet. Diese weniger saubere Lösung führt zu Abgasmengen, die weit über dem Grenzwert liegen. Das Einhalten der Grenzwerte konnte nur im Testbetrieb mit Hilfe der Schummel-Software erreicht werden.


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Der VW Abgasskandal war in der Welt – was passierte dann?

Die Folgen rund um den VW Abgasskandal kann man nicht mit ein paar Sätzen erklären. An dieser Stelle muss man zwischen der Suche nach den Verantwortlichen und Konsequenzen in den einzelnen Märkten differenzieren. Auch die Schicksale der Autokäufer dürfen hier nicht zu kurz kommen. Der VW Abgasskandal kann auch als Auslöser für das Diesel Fahrverbot in deutschen Städten betrachtet werden, worunter auch Diesel Fahrer anderer Automarken durch einen extremen Wertverfall ihres Autos leiden.

USA: In den USA parken Fahrzeuge des Volkswagen Konzern auf großen Flächen wie zum Beispiel auf dem Gelände eines Frachtflughafens in Victorville in Kalifornien. Dort und auf anderen Arealen stehen die stillgelegten Autos aus dem VW Abgasskandal und warten auf ihr weiteres Schicksaal. Geklärt ist hingegen das rechtliche Schicksal von Volkswagen in den USA. Der VW Abgasskandal kommt dem Autobauer teuer zu stehen. 2017 bekannte sich der Konzern im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens in den USA in den Punkten

  • Verabredung zum Betrug
  • Behinderung der Justiz
  • Verkauf von Waren unter falschen Angaben

schuldig. Außerdem verpflichtete sich der Konzern zu weiterreichenden Kontrollen und akzeptierte zudem für drei Jahre eine externe Kontrolle. Auch finanziell trifft der VW Abgasskandal den Autobauer, der Milliarden von Dollar an Schadensersatz alleine in den USA leisten muss.

Europa: Die Folgen aus dem VW Abgasskandal in den USA lassen sich nicht auf Europa übertragen. Beide Märkte bieten unterschiedliche Voraussetzungen. Während in den USA nur etwas über 3.100 Beschäftigte bei Volkswagen tätig sind, zählt der Konzern in Deutschland über 242.000 Mitarbeiter. Das macht Volkswagen zu einem Big Player unter den Arbeitgebern und verschafft ihm eine wesentlich stärkere Position als in den USA.

Kunden hingegen haben deswegen das Nachsehen. Genau auf diese Strategie setzt der Volkswagen Konzern. Bei Volkswagen weiß man, dass man in Deutschland keine Sammelklage erheben kann, sondern ein jeder Anspruch individuell eingeklagt werden muss. Wenn Kunden gezwungen sind, einzeln zu klagen, dann ist erfahrungsgemäß eine geringere Anzahl an Klagen zu erwarten. Für die erste Zeit schien die Strategie zu funktionieren, da nur wenige Kunden den Volkswagen Konzern verklagten.

Das änderte sich aber, als in manchen Städten die Diskussionen um ein mögliches Fahrverbot für Diesel Fahrzeuge immer konkretere Formen annahmen. Die Folge des Fahrverbots waren extreme Wertverluste von Diesel Autos. Ob Händler oder Kunde, wer einen Diesel auf seinem Grundstück stehen hat, kann ihn nur unter erheblichem Wertverlust verkaufen. Für viele Familien und Kleinunternehmen ist das eine finanziell angespannte Situation. Um nicht den Schaden tragen zu müssen, den ein anderer verursacht hat, finden sich immer mehr Kunden, die Volkswagen verklagen.


 

Was hat der Volkswagen Konzern seinen Kunden in Deutschland angeboten?

Viele Kunden haben geklagt und Recht bekommen. Im Bereich des Gewährleistungsrechts war dabei entscheidend, dass sie der beklagten Partei eine Frist zur Nachbesserung setzten. Diese Nachbesserung sollte durch ein Software Update erfolgen. Das Software Update wurde von Volkswagen bereitgestellt und sollte die Schummel-Software und somit das Problem beseitigen.

Doch wer den Fall genau verfolgt, hat berechtigte Zweifel, dass ein Software Update das Problem lösen kann. Denn wie soll das Software Update funktionieren? Die Schummel-Software funktioniert entweder im Testmodus oder im Normalmodus. Läuft der Wagen auf der Straße im Testmodus, dann werden die Abgaswerte auch hier erreicht. Das geht jedoch auf Kosten der Fahrleistungen sowie der Haltbarkeit von Bauteilen. Sollen die Fahrleistungen nicht beeinträchtigt werden, dann muss die Software im Normalmodus laufen. Dann entspricht das Auto aber nicht den angegebenen Abgaswerten. Hier können Kunden juristisch ansetzen. Sie haben einen schadstoffarmen und umweltfreundlichen Wagen gekauft, bekommen haben sie etwas anderes.

Das Software Update, das der Volkswagen Konzern als Lösung im selbst verursachten Abgasskandal angeboten hat, kann den Motor nicht ausreichend verbessern. So sehen es zunehmend die Gerichte und entscheiden bei Klagen im Sinne der Kunden. Wie wichtig der Weg vor Gericht ist, zeigen die Erfahrungen anderer Kunden. Denn das Software Update hält noch weitere Probleme für die Kunden von Volkswagen bereit.


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Kunden berichten von der nicht brauchbaren Lösung: Software Update

Viele Kunden haben anstatt auf Schadenersatz zu klagen, das Angebot von Volkswagen angenommen und das Software Update aufspielen lassen. Leider kamen durch das Update zu den Problemen, die der VW Abgasskandal bereits mit sich brachte, weitere Probleme hinzu. Viele Kunden berichteten, dass das Software Update keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung mit sich brachte. Das Kfz habe nach dem Aufspielen einen höheren Kraftstoffverbrauch. Teilweise komme es auch zu Leistungseinbrüchen, zum Beispiel beim Beschleunigen oder beim Schalten in einen höheren Gang.

Auch der Verschleiß am Motor erfolgt nach Meinung vieler Kunden schneller als zuvor. Manche Kunden berichteten, dass in ihrem Auto die Motorkontrollleuchte wesentlich früher als vorgesehen aufleuchtete. Der Grund war, ein nicht planmäßiger Verschleiß des Abgasrückführungsventils (AGR). Die Abgase des Motors werden über das Abgasrückführungsventil ein zweites Mal in den Motor geleitet, bevor sie über die Abgasanlage an die Luft abgegeben werden. Bedingt durch das Software Update werden aber mehr Abgase in den Motor geleitet, was einen schnelleren Verschleiß des Abgasrückführungsventils verursacht. Ein problemloses Funktionieren des Abgasrückführungsventils ist aber nötig. Versagt es seinen Dienst, verschleißt der Rußpartikelfilter schneller und muss anschließend gewartet oder getauscht werden. Bei manchen Kunden war der Rußpartikelfilter nach wenigen hundert Kilometern voll und musste gereinigt oder getauscht werden.

Auch ungewöhnliche Motorgeräusche wie ein „Nageln“ wurden aus den Fahrzeugen mancher Kunden nach dem Software Update festgestellt. Andere Kunden berichteten von einer unangenehmen Geruchsbildung, die sich über die Belüftung im Fahrzeuginneren verbreite. Manche Kunden bemängeln, dass die Start-Stopp-Automatik nicht mehr funktioniere und in den Fahrzeugen anderer Kunden versage die Klimaanlage ihren Dienst.

Auch die Mechaniker leiden unter dem VW Abgasskandal. Sie haben die schwierige Aufgabe festzustellen, ob Probleme am Auto durch die normale Abnutzung oder durch das Software Update verursacht wurden. Zunächst muss das vom Kunden beschriebene Problem lokalisiert werden. Doch auch wenn das Problem dem Software Update zugeordnet wird, können Kunden auf den Kosten sitzenbleiben. Denn der Volkswagen Konzern übernimmt keine Garantie oder Kosten. Schäden am Auto müssen von den Kunden bezahlt werden. Kunden können hier nur auf die Kulanz von Volkswagen hoffen. Genau hier drohen die Werkstätten in den Konflikt zu geraten, da Kunden sich – aus ihrer Sicht berechtigt – weigern, die Reparaturkosten zu bezahlen. Wenn weder die Kunden noch Volkswagen die Rechnung für die Reparatur bezahlen, wer dann?


 

Darum kann für Kunden das Software Update nicht die Lösung sein

Vom VW Abgasskandal sind verschiedene Fahrzeuge von Volkswagen betroffen. Alle betroffenen Diesel Fahrzeuge können und müssen mit dem Software Update nachgerüstet werden. Kunden, die Besitzer von solchen Fahrzeugen sind, können wählen: Sie haben die Möglichkeit, den Wagen zu behalten und eine hohe Werteinbuße hinzunehmen oder sie machen es wie andere Kunden und klagen gegen den Volkswagen Konzern.

Alle Kunden, die ein Diesel Auto von Volkswagen fahren, sollten sich eine Klage gegen den Volkswagen Konzern überlegen. Denn klar ist, dass das Update den Diesel Motor der Fahrzeuge nicht in den Zustand versetzt, der kaufvertraglich geschuldet war. Dazu müssten die Fahrzeuge jedenfalls durch den zusätzlichen Einbau von Hardware nachgerüstet werden. Neben der Frage der Finanzierung stehen auch technische Schwierigkeiten im Raum. Eine Nachrüstung erfordert Platz, der bei vielen Fahrzeugen nicht vorhanden ist.

Bedenkt man die Kosten für das Software Update von rund 100 Euro inklusive Arbeitszeit und die Kosten für die Nachrüstung von Hardware in der Höhe von rund 1.500 bis 3.500 Euro, dann muss man nicht lange rätseln, welche Lösung der Volkswagen Konzern favorisiert. Angesichts der vielen Diesel Fahrzeuge, die vom VW Abgasskandal betroffen sind, würde die Nachrüstung mit Hardware wesentlich höhere Kosten verursachen. Kunden müssen sich bewusst machen, dass das Update nur die Schummel Software beseitigt, nicht aber den Motor in einen tadellosen Zustand versetzt.


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Software Update – aufspielen oder nicht? Die Antwort ist nicht einfach

Wer ein Auto fährt, das vom VW Abgasskandal betroffen ist, hat es wahrlich nicht leicht. Der Frust über den Fehlkauf sitzt tief. Denn man hat nicht den Wagen bekommen, den man vertraglich vereinbart hat. Viele Kunden haben das Gefühl, betrogen worden zu sein. Immerhin hat man viel Geld für ein Auto bezahlt, von dem man dachte, dass es wegen der niedrigen Abgaswerte umweltfreundlich sei.

Der VW Abgasskandal hängt den Kunden von Volkswagen noch lange nach. Sie müssen sich auch der Frage stellen, ob sie das Software Update aufspielen lassen oder nicht. Viel Spielraum haben die Käufer bei dieser Frage aber nicht. Denn auch für das Kraftfahrt-Bundesamt ist die Schummel Software nicht haltbar. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat das Software Update angeordnet, und zwar für alle betroffenen Autos. Und diese Anordnung ist verbindlich. Wer das Update nicht vornehmen lässt, wird vom Kraftfahrt-Bundesamt gezielt angesprochen und zum Update aufgefordert. Wer der Aufforderung nicht folgt, riskiert, dass sein Auto stillgelegt wird.

Wer also noch nicht das Update aufgespielt hat, sollte sich rechtzeitig mit einem Anwalt beraten. Gegen die Stilllegung eines Fahrzeugs können juristische Schritte eingeleitet werden, sofern man rechtzeitig einen Anwalt kontaktiert. Für Autobesitzer, die bereits das Software Update haben vornehmen lassen, ist noch gar nichts verloren. Sie sollten sich ebenfalls mit einem Anwalt beraten. Denn das Aufspielen stellt kein Hindernis für eine Klage auf Schadenersatz gegen den Volkswagen Konzern dar.


 

Welche Fahrzeuge sind vom VW Abgasskandal betroffen?

Der VW Abgasskandal zieht sich durch alle Modelle aus dem Volkswagen Konzern. Betroffen sind die Fahrzeuge mit einem Diesel der Motorreihe VW EA 189. In den USA ist auch die Nachfolgereihe VW EA 288 betroffen. Die Diesel Motoren wurden weltweit in zirka elf Millionen Fahrzeuge eingebaut. Der Anteil in Deutschland an vom VW Abgasskandal betroffenen Modelle liegt bei 2,7 Millionen Fahrzeuge. Die Diesel Motoren wurden in Fahrzeuge von Volkswagen und deren Konzern Töchter Audi, Skoda und Seat verbaut.

Vom VW Abgasskandal können bei Volkswagen folgende Fahrzeuge betroffen sein, sofern sie einen:

  • 1.2 Liter Diesel Motor
  • 1.6 Liter Diesel Motor
  • 2.0 Liter Diesel Motor

eingebaut haben.

Eingebaut wurden die Motoren des Typs EA 189 bei VW Fahrzeugen der folgenden Modellreihen mit Baujahr 2009 bis 2014:

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  • VW Beetle
  • VW Golf V, VI
  • VW Golf Plus
  • VW JettaVW Passat
  • VW Polo
  • VW Scirocco

  • VW Touran
  • VW Sharan
  • VW Tiguan
  • VW Amarok
  • VW Caddy
  • Touareg
 

Festzuhalten ist, dass nur die Fahrzeuge vom VW Abgasskandal betroffen sind, bei denen die Schummel-Software installiert wurde. Das sind insbesondere Autos mit dem Diesel Motor EA 189 . Wer eines der betroffenen Fahrzeuge besitzt, sollte sich umgehend vergewissern, ob sein Auto tatsächlich betroffen ist. Dazu hat VW auf seiner Webseite einen Dienst eingerichtet, mit dem Kunden unter Angabe der FIN (Fahrzeugs-Identifikationsnummer) prüfen können, ob ihr fahrbarer Untersatz betroffen ist.


 

Ihr VW Abgasskandal Rechtsanwalt rät: Schnell prüfen mit der FIN

Wo finden Autobesitzer ihre FIN? Wer schnell prüfen möchte, ob sein Fahrzeug vom VW Abgasskandal betroffen ist, findet die FIN an verschiedenen Stellen. Die FIN besteht aus 17 Zahlen und Buchstaben und ist in der Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) oder in der Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief) angeführt. Auch im Auto ist die FIN angeführt. In der Regel findet man die Nummer im Motorraum, im Kofferraum oder im Einstiegsbereich der Fahrertür.

Mit der Prüfung einer möglichen Betroffenheit im VW Abgasskandal sollte man keine Zeit verlieren. Ist das Fahrzeug mit einer Schummel-Software ausgestattet, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man Nachricht vom Kraftfahrt-Bundesamt erhält. Wer sich rechtzeitig informiert und juristisch beraten lässt, hat bessere Chancen auf Schadensersatz. Hilfreich sind insbesondere die vielen Gerichtsurteile, die bereits im VW Abgasskandal ergangen sind und in denen Kunden Schadenersatz zugesprochen wurde.


 

Der VW Abgasskandal erfasst den gesamten Konzern

Vom VW Abgasskandal sind nicht nur Fahrzeuge mit dem VW Emblem am Kühlergrill betroffen. Der VW Abgasskandal macht sich im gesamten Konzern breit. Betroffen sind alle zum VW Konzern zählenden Tochtergesellschaften. Darunter befindet sich Porsche, Audi, Skoda und Seat . In vielen Autos der Automarken wurde besagter Diesel Motor EA 189 eingebaut. In Fahrzeugen der Hersteller VW (Touareg), Audi und Porsche wurde zudem der von Audi produzierte Motor 3.0 Liter V6 TDI und 4.2 Liter V8 TDI verbaut.

Bei Audi sind folgende Fahrzeuge vom Abgasskandal betroffen:

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  • Audi A1
  • Audi A3
  • Audi A4
  • Audi A5
  • Audi A6
  • Audi A7
  • Audi A8
  • Audi Q3
  • Audi Q5
  • Audi Q7
  • Audi TT
 

Fahrer eines Skoda sollten sich vergewissern, ob ihr Auto betroffen ist, wenn sie eines der folgenden Modelle fahren:

  • Skoda Fabia
  • Skoda Octavia
  • Skoda Rapid
  • Skoda Roomster
  • Skoda Superb II
  • Skoda Yeti

Seat selbst spricht von rund 700.000 betroffenen Fahrzeugen. Fahrer eines Seat sollten sich über eine Betroffenheit vergewissern, wenn sie eines der folgenden Diesel Autos fahren:

  • Seat Alhambra
  • Seat Altea
  • Seat Exeo
  • Seat Leon
  • Seat Toledo

Bei dem eng mit dem Volkswagen Konzern verzahnten Autohersteller Porsche sind folgende Fahrzeuge einem manipulierten Diesel Motor ausgestattet:

  • Porsche Macan
  • Porsche Cayenne
  • Porsche Panamera

Für Lenker, die eines der genannten Autos der Marken Audi, Porsche, Seat und Skoda fahren, gilt dasselbe wie für VW Fahrer. Zuerst sollte man sich auf der Webseite des Automobilhersteller mit der Fahrzeug-Identifikationsnummer vergewissern, ob das erworbene Auto vom Abgasskandal betroffen ist. Betroffene Autobesitzer können sich anschließend mit einem Rechtsberater austauschen und mögliche Lösungsvarianten erörtern. Immer mehr betroffene Autokäufer entscheiden sich für eine Klage auf Schadensersatz und/oder Rücktritt vom Kaufvertrag.



Diesel Autos – vom Musterschüler zum Sündenbock gestempelt

Der VW Abgasskandal macht nicht nur Autolenkern zu schaffen, die ein Auto mit Schummel Software gekauft haben. Die Folgen im VW Abgasskandal sind viel weitreichender. Viele der Angestellten im VW Konzern bangen um ihre berufliche Zukunft. Der gesamte Industriestandort leidet unter den Folgen.

Denn eine aggressive Politik fordert inzwischen das Aus für den Diesel Motor in Deutschlands Städten. Betroffen sind hier keineswegs nur Fahrer eines Autos, das mit der besagten Schummel-Software ausgeliefert wurde. Der VW Abgasskandal ist ein willkommener Anlass, um den Individualverkehr in den Städten einzudämmen. Das Fahrverbot richtet sich zunächst gegen Fahrer von Diesel Pkw und kleinen Nutzfahrzeugen. Für die betroffenen Besitzer ist das Fahrverbot ein harter Schlag. Kleinunternehmen zum Beispiel, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, fürchten um ihre Existenz.

Der VW Abgasskandal hat das Vertrauen der Autokäufer in den Fundamenten erschüttert. Wer ein dieselgetriebenes Fahrzeug besitzt, kann es kaum noch verkaufen. Wenn, dann muss der Verkaufspreis weit unter dem Wert angesetzt werden.

Kunden, die ein Fahrzeug mit der Schummel Software erstanden haben, haben die besten Chancen auf Schadensersatz. Der Grund liegt darin, dass betroffene Käufer ein Fahrzeug bekommen haben, welches nicht den im Kaufvertrag vereinbarten Eigenschaften entspricht. Das bietet die Möglichkeit, den Vertrag rückabzuwickeln. Auch Kunden, die bereits das Software Update haben aufspielen lassen, sollten Klage erheben. Denn durch das Update werden nicht die vertraglich geschuldeten Eigenschaften hergestellt. Ein weiterer Grund sind bereits gefällte Urteile im VW Abgasskandal.


 

So ernst ist das Fahrverbot für Diesel Autos

Anfangs wurde das Fahrverbot für Städte zwar diskutiert, doch wirklich ernst hatte es zunächst niemand genommen. Gerade Härtefälle wie Familien mit geringen Einkommen oder kleine Gewerbetreibende, die durch das Fahrverbot übermäßig hart getroffen würden, sollten womöglich auch betroffen sein. Das Bundesverwaltungsgericht stellte klar, dass Fahrverbote möglich sind.

Mit dem Urteil vom 27. Februar 2018 sind alle Spekulationen, dass es doch zu keinem Fahrverbot für dieselgetriebene Fahrzeuge kommen werde, vom Tisch. Eine der ersten Städte war Hamburg. Die Hanseaten verhängten von April 2018 an Fahrverbote auf zwei Straßen, die besonders stark befahren werden. Andere Städte nehmen dieses Fahrverbot als Vorbild und überlegen, ob sie ebenfalls Fahrverbote verhängen. Davon sind alle Diesel Fahrer betroffen.

Es dürfte aber nicht bei den individuellen Fahrverboten in den Städten bleiben. Im Gespräch ist eine Umsetzung eines bundesweiten und einheitlich geregelten Fahrverbots. Die Rede ist von einer blauen Plakette für Diesel Autos. Nur Kraftfahrzeuge mit dieser Plakette dürfen dann in die Umweltzonen einfachen. Alle andere müssten draußen bleiben. Das betrifft Familien mit geringem Einkommen und kleine Unternehmer gleichermaßen. Gerade sie sind es aber, denen die Anschaffung eines neuen Autos finanziell kaum zumutbar ist.

Die Diskussion um die blaue Plakette wurde in der Folge eingestellt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Fahrverbote deswegen kein Thema mehr sind. Wie sich die Situation um den VW Abgasskandal weiterentwickelt, ist vorerst offen. Klar ist aber, dass sie für die betroffenen Autobesitzer unbefriedigend ist.

Damit tun sich viele Fragen auf. Lohnt es sich, seinen Wagen zu behalten oder ihn gegen einen anderen einzutauschen, der die Abgaswerte einhält? Wie hoch ist die Werteinbuße und kann ich Schadenersatz fordern. In solch einer Situation sollten sich betroffene Autobesitzer juristisch beraten lassen um ihre Möglichkeiten zu evaluieren. Einschlägige Gerichtsurteile geben Grund zur Klage.


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VW Abgasskandal: Deutschland ist nicht die USA

In den USA sehen sich Unternehmen stets mit Sammelklagen konfrontiert. Das stärkt die Rechte der Kunden, da sie in einer großen Gruppe auftreten und unter einem enormen medialen Interesse ihre Rechte durchsetzen können. Erfahrungsgemäß sind Unternehmen in einer solchen Situation um Schadensbegrenzung bemüht. Die Kläger haben somit eine größere Chance auf Schadenersatz. Vor allem profitieren die Kläger davon, dass sie in der Regel eine schnelle Lösung präsentiert bekommen. Denn für Unternehmen geht es hier auch darum, negative Schlagzeilen zu vermeiden und potenzielle Kunden nicht zu vergraulen.

Anders gestaltet sich die Situation in Deutschland. Sammelklagen, mit denen geschädigte Konsumenten ihre Ansprüche durchsetzen können, gibt es hier nicht in demselben Maße wie in den USA. Stattdessen wird in der Regel jeder Fall einzeln vor Gericht verhandelt und geprüft. Danach wird das Urteil gefällt. Seit dem 01.11.2018 gibt es jedoch auch in Deutschland eine Musterfeststellungsklage, mit der Verbraucher ihre Schadensersatzansprüche gebündelt geltend machen können. Bei dem Verfahren wird festgestellt, ob die Voraussetzungen für einen Anspruch vorliegen. Eine entsprechende Musterklage gegen Volkswagen wurde noch im November 2018 vor dem LG Braunschweig erhoben.

Der VW Konzern bot als Reaktion auf den VW Abgasskandal umgehend ein Software Update an. Das sollte die nötige Korrektur vornehmen. Einfach das Update aufspielen und alles ist wieder in Ordnung. So wollte man es beim VW Konzern darstellen. Die Absicht dahinter ist denkbar einfach. Der VW Konzern wollte mit möglichst günstigen Mitteln erreichen, dass so wenig Kunden wie möglich Klage erheben. Auch sollten die Gerichte davon überzeugt werden, dass nach dem Software Update ein Mangel am Fahrzeug nicht mehr besteht.
Es wäre auch nichts dagegen einzuwenden, wenn durch das Update der Software das Problem ernsthaft aus der Welt geschafft würde. Allerdings ist dies gerade nicht der Fall. Mit dem Update wurde nur die Schummel Software beseitigt. Eine Garantie dafür, dass der Motor VW EA 189 nunmehr einwandfrei funktioniert, erhielten die betroffenen VW-Kunden nicht.
Die Gerichte in Deutschland folgten zunächst den Buchstaben des Gesetzes. Erst, als sich der VW Abgasskandal voll entfaltete, war für die Gerichte das Ausmaß erkennbar. Und weil das Update der Software keine brauchbare Lösung ist, setzte auch bei Gericht ein Umdenken ein.


 

Gerichte stellen sich im VW Abgasskandal zunehmend auf die Seite der Kunden.

Es sind gleich drei Punkte, warum bei den Gerichten im VW Abgasskandal ein Umdenken stattgefunden hat. Dazu zählen:

  • das Ausmaß und die Folgen im VW Abgasskandal sind größer als ursprünglich angenommen
  • das Update der Software bringt nicht den gewünschten Erfolg
  • zu viele Besitzer eines Diesel Fahrzeugs müssen mit erheblichen Werteinbußen leben

Als Wendepunkte in der Rechtsprechung im VW Abgasskandal gelten die Urteile der Landgerichte Mannheim (10 O 14/16) und Arnsberg (I-2 O264/16). In beiden Urteilen wird die Schummel Software als Ursache für einen erheblichen Mangen und den damit verbundenen Wertverlust des Autos angesehen. Ebenso bedeutend ist die Feststellung, dass der VW Konzern mit dem Einsatz der Schummel Software die Kunden arglistig getäuscht hat. Die Begründung macht die beiden Urteile im VW Abgasskandal zu einem besonderen Baustein für die Geltendmachung von Ansprüchen. Hier wird erstmals festgehalten, dass ein Schaden vorliegt. Außerdem wird in den Urteilen festgestellt, dass die im VW Abgasskandal betroffenen Autokäufer einen Anspruch auf Schadensersatz haben.

Ein weiterer wichtiger Schritt war das Urteil des Landgerichts Düsseldorf. Dort wurde festgestellt, dass Rechtsschutzversicherungen die Klagen der betroffenen Autokäufer gegen Händler und den VW Konzern finanzieren müssen. Die Versicherungen hatten sich zuvor wegen zu geringer Erfolgsaussichten geweigert, die Deckung zu übernehmen. Dies ist nach Ansicht der Richter des Landgerichts Düsseldorf nicht zulässig.


Wie sich der VW Abgasskandal auf die politische Lage auswirkt

Zu Beginn des Dieselgates war die politische Situation noch einfach. Die Bundesregierung stand im VW Abgasskandal hinter den Autoherstellern. Immerhin ist die deutsche Autoindustrie eine der wichtigsten Arbeitgeber und ein Eckpfeiler deutscher Exporte. Die Urteile der Landgerichte zu den Schadensersatzansprüchen und die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, Fahrverbote zuzulassen, hat die politische Lage jedoch verkompliziert. Sichere Arbeitsplätze auf der einen Seite stehen dem Schutz der Verbraucher auf der anderen Seite gegenüber. In welchem Umfang Fahrverbote kommen und in welchem Ausmaß Autofahrer davon betroffen sein werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Kommt eine Revolution durch das E-Mobil oder fahren wir bald mit Wasserstoff als Energieträger? Antworten auf diese Fragen werden wir erst in der Zukunft erhalten. Für betroffene Besitzer von Dieselautos gilt jedoch, dass sie keine Zeit zu verlieren haben. Für sie geht es um bares Geld. Niemand möchte auf seinem Schummel Diesel sitzen bleiben. Es gibt auch keinen Grund, den finanziellen Schaden zu tragen, den andere verursacht haben. Schon gar nicht deswegen, weil es bereits ausreichend Hinweise gab, dass zahlreiche Autobauer bei den Abgaswerten tricksen.


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Bericht aus der Wirtschaftswoche

Das Fachmagazin Wirtschaftswoche berichtete, dass es bereits im Jahr 2012 Hinweise darauf gab, dass die Abgaswerte im Testmodus manipuliert werden. Trotz Informationen an die höchsten zuständigen Stellen in der EU, fand nie eine offizielle Untersuchung statt. Für die Automobilindustrie ist der VW Abgasskandal lästig. Sie würden ihn am liebsten abschütteln. Für sie liegt die Zukunft bei den ZEV, den Zero Emission Vehicles. Das sind entweder rein mit Batteriestrom betriebene oder mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeuge.

Trotz einiger Prototypen und wenigen Modelle, die in Serie vom Band laufen, gibt es bei den Elektroautos keinen Durchbruch. Von Serienreife kann nicht gesprochen werden. Auch die erforderliche Herstellung von Strom und Batterien in großen Mengen für den Fall eines kompletten Ausstiegs aus fossilen Brennstoffmotoren stellt die Industrie vor große Herausforderungen. Hier müssen die Automobilhersteller noch viel Zeit und Geld investieren. Geld, das man eigentlich für geschädigte Autokäufer reservieren sollte.

Der VW Konzern hofft nach wie vor, dass vereinzelte Autokäufer auf eine Klage verzichten und sich mit dem Aufspielen der neuen Software zufriedengeben. Wer zu seinem Recht kommen möchte, darf nicht auf Mitleid von VW hoffen.

Ein jeder Geschädigte muss sein Recht erkämpfen, es vor Gericht durchsetzen. Vor Gericht zu ziehen und ein Schadenersatzverfahren gegen den VW Konzern zu führen macht man bestimmt nicht alle Tage. Dennoch ist ein solches Verfahren vielversprechend. Das beweisen die Urteile, die bereits im VW Abgasskandal zugunsten geschädigter Käufer ergangen sind. Entscheidend war immer wieder die Tatsache, dass sich die geschädigten Autokäufer von einem Anwalt beraten und vertreten ließen.


 

VW Abgasskandal Rechtsanwalt – für sein Recht muss man kämpfen

Wie fühlt sich ein Autokäufer, der ein Auto mit Diesel Motor in der Annahmegekauft hat, er habe ein umweltschonendes Auto erworben? Für den Neuwagen war man angesichts dieser Eigenschaften immerhin bereit, einen hohen Kaufpreis zu bezahlen. Dann erfährt man vom VW Abgasskandal und muss feststellen, dass der neue Wagen in der Garage die niedrigen Abgaswerte nur im Testbetrieb vortäuscht. Beim VW Konzern räumt man zwar den Fehler ein, Verantwortung übernimmt jedoch kaum jemand.

Autokäufer, die dieses Schicksal durchlaufen müssen, fühlen sich zu Recht im Stich gelassen. Sie können sich zurecht als betrogen bezeichnen. Denn die Lösung aus dem VW Konzern ist ebenso unzumutbar wie der ganze VW Abgasskandal selbst. Das Software Update sollte eigentlich den Autokäufern helfen. Tatsächlich nützt es nur dem VW Konzern. Denn ein jeder Autokäufer, der sich mit dieser Lösung zufriedengibt, schenkt dem VW Konzern viel Geld.

Mit dem Kaufpreis wollte man eigentlich moderne Antriebstechnik bezahlen. Eine moderne Technik, die gute Fahrwerte gepaart mit niedrigen Abgaswerten gewährleistet. Doch diese Technik wurde nie eingebaut. Eingebaut wurde stattdessen eine Software, die erkennt, wann sich der Wagen im Testmodus befindet. Dann schaltet die Software den Motor in einen anderen Laufmodus, in dem die versprochenen Abgaswerte erzielt werden. Zurück auf der Straße schaltet die Software wieder in den Normalmodus und der Motor produziert Abgaswerte weit über dem versprochenen Limit.

Angesichts dieser Tatsache stellen sich viele Autokäufer die Frage, wofür sie eigentlich so viel Geld ausgegeben haben. Denn einen dieselgetriebenen Wagen mit vergleichbaren Emissionswerten hätten sie auch billiger bekommen. Bereits hier wird klar, dass ein Schaden vorliegt, den auch das Update der Steuersoftware nicht eliminieren kann. Denn die Motorleistungen bleiben hinter den zugesicherten Erwartungen zurück.
Wer zu seinem Recht kommen möchte, sollte sich rechtzeitig mit einem Rechtsanwalt besprechen. Eine Klage auf Schadenersatz gegen den VW Konzern ist keine Herkulesaufgabe. Auch andere Kläger haben es gemacht und waren erfolgreich. Wer klagen möchte, sollte aber eine Vorlaufzeit berücksichtigen. Geschädigte Kunden sollten daher rechtzeitig handeln.


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FAQ zum Diesel-Abgasskandal


Nach aktuellem Kenntnisstand sind insbesondere Modelle der Marke VW und ihrer Konzernmarken SEAT, Audi, Skoda und Porsche betroffen. Auf den Serviceseiten der Anbieter können Sie mithilfe der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) überprüfen, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist.

Der Abgasskandal hat jedoch beim Volkswagen-Konzern nicht Halt gemacht. Mittlerweile teilte das Kraftfahrtbundesamt mit, dass auch bei bestimmten Dieselfahrzeugen von Mercedes und BMW die Abgasreinigung manipuliert wurde. Entsprechend hat das Kraftfahrtbundesamt bereits verbindliche Rückrufe angeordnet.

Wenn Sie Ihr Fahrzeug vor dem öffentlichen Bekanntwerden der Abgasmanipulation erworben haben, wurden Sie im Zeitpunkt des Kaufs über die Ordnungsgemäßheit Ihres Fahrzeugs getäuscht. Sie haben daher die Möglichkeit, Gewährleistungsrechte gegenüber Ihrem Händler sowie deliktische Ansprüche gegenüber dem Fahrzeughersteller geltend zu machen. Gewährleistungsrechte verjähren Tag genau innerhalb von zwei Jahren nach Auslieferung des Fahrzeugs (bei Gebrauchtfahrzeugen tritt Verjährung in der Regel bereits nach einem Jahr ein). Die deliktischen Ansprüche gegenüber dem Hersteller (insbesondere wegen Betrugs sowie sittenwidriger Schädigung) verjähren erst drei Jahre nach Kenntnis der Softwaremanipulation. Da die Aufdeckung des Abgasskandals bereits im Jahr 2015 erfolgte, droht eine Verjährung Ihrer Ansprüche zum Ende des Jahres 2018. Eine kurzfristige Geltendmachung Ihrer Ansprüche noch im Jahre 2018 wird daher empfohlen. Eine Klage bezüglich des VW Abgasmotors EA189 ist im Jahr 2019 noch immer möglich. Online beauftragen unter: www.diesel24.de.

Als Haftungsgegner kommen, soweit Ansprüche noch nicht verjährt sind, sowohl Ihr Händler als auch der Hersteller Ihres Fahrzeugs in Betracht (siehe „Habe ich Anspruch auf Schadensersatz?“).

Sollten Sie sich dafür entscheiden, mithilfe unserer Rechtsanwälte Ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen:

  • Neues Fahrzeug: Wir fordern für Sie ein neues vergleichbares Fahrzeug, welches nicht vom Diesel-Abgasskandal betroffen ist
  • Rückabwicklung des Kaufvertrages: Sie können Ihren Kaufvertrag rückabwickeln lassen und erhalten bei Rückgabe Ihres manipulierten Fahrzeuges den Kaufpreis (abzüglich eines Nutzungsersatzes für bereits gefahrene Kilometer) zurück.
  • Schadensersatz für Dieselfahrer: Sie möchten Ihren manipulierten Diesel behalten, für den Wertverlust und die Mobilitätseinschränkungen aber dennoch entschädigt werden? In diesem Fall können Sie Schadensersatz in Höhe von 10-20% des ursprünglichen Kaufpreises geltend machen.

Haben Sie Ihr Fahrzeug über eine Autokredit-Bank finanziert, kommt für eine Rückabwicklung des Kaufvertrags der Widerruf Ihres Kreditvertrags in Betracht. In vielen Fällen ist die Widerrufsbelehrung fehlerhaft, da die Widerrufsbelehrung nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. War die Belehrung fehlerhaft, hat die 14-tägige Widerrufsfrist aus rechtlicher Sicht nie zu laufen begonnen und der Kreditvertrag kann heute noch widerrufen werden. Folge eines solchen Widerrufs ist, dass auch der Kaufvertrag rückabgewickelt wird.

Entscheiden Sie sich gegen eine Klage, müssen Sie sich neben einer erheblichen Wertminderung Ihres schadhaften Fahrzeuges auf Fahrverbote und damit eine Einschränkung Ihrer Mobilität einstellen. Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes am 27.02.2018 dürfen Städte Fahrverbote verhängen, um den Schadstoffausstoß möglichst gering zu halten. In Hamburg sind bereits Straßenabschnitte für Dieselfahrzeuge gesperrt. In Stuttgart wurde auf ein Fahrverbot für den gesamten Innenstadtbereich entschieden.

Es ist nicht ausgeschlossen, das die angebotenen Softwarenachrüstungen zu Folgeschäden am Fahrzeug führen. Eine Garantie übernehmen die Hersteller nicht, und viele Dieselfahrer klagen über höheren Verschleiß und schlechteres Fahrverhalten. Insoweit kann aus technischer Sicht nur bedingt zu einer Installation des Software-Updates geraten werden. Aus rechtlicher Sicht sollte die Installation verweigert werden, soweit Gewährleistungsrechte gegenüber dem Händler geltend gemacht werden sollen, da Ihr schadhaftes Fahrzeug als Beweismittel für die Softwaremanipulation dienen kann. Wenn Ihnen von der Kfz-Zulassungsstelle eine Betriebsstillegung Ihres Fahrzeugs angedroht wird, sollten Sie Ihren Fall von einem Anwalt prüfen lassen.

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Diesel-Abgasskandal
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