VW Schadenersatz

Volkswagen Abgasskandal

Schadensersatzansprüche der VW Aktionäre auch nach dem 18.09.2016 möglich

Düsseldorf, 22.09.2016.  Thema VW Schadenersatz: Wie nunmehr bekannt geworden ist, sollen bereits 1400 Aktionäre eine individuelle Klage gegen den Volkswagenkonzern beim Landgericht Braunschweig eingereicht haben. Dies dürfte vor allem aus der Sorge vor einer möglichen Verjährung zum 18.09.2016 heraus geschehen sein.

Mit der Anhängigkeit einer Klage kann eine drohende Verjährung rechtssicher gehemmt werden. Zwar kann auch die Anmeldung bzw. Beteiligung bei einem Musterverfahren nach dem Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG) eine Hemmung der Verjährung bewirken, jedoch gilt dies erst ab Bekanntmachung der Eröffnung des Verfahrens durch das zuständige Oberlandesgericht. Wie das Landgericht Braunschweig im Zusammenhang mit der Vorlage der 277 Sammelkläger (Vorlagebeschluss vom 05.08.2016, Aktenzeichen OH 62/16) nunmehr bekannt gegeben hat, sei mit einer Eröffnung frühestens im vierten Quartal 2016 zu rechnen.

 

Neues Kleinanlegerschutzgesetz: 3 jährige Verjährung

Anleger, die bislang keine individuelle Klage beim Landgericht eingereicht haben, können auch weiterhin auf VW Schadensersatz hoffen. So dürften Aktionäre, die nach dem 10.07.2015 ihre Aktien erworben haben, grundsätzlich nicht von der Verjährung zum 18.09.2016 der Schadensersatzansprüche in diesem Zusammenhang betroffen sein. Hintergrund ist, dass zum 10.07.2015 die neuen Verjährungsvorschriften des neueingeführten Kleinanlegerschutzgesetzes (BGBl S. 1114) in Kraft getreten sind. Für Schadensersatzansprüche wegen unterlassener Ad-Hoc-Mitteilungen soll nach diesen Regelungen nunmehr die 3 jährige kenntnisabhängige Verjährung zu Gunsten der Anspruchsteller gelten.

 

VW Schadensersatz auch für Altfälle noch möglich

Möglicherweise können jedoch auch VW-Anleger mit einem Zeichnungsdatum vor Juli 2015 weiterhin Schadensersatzansprüche durchsetzen. Aufgrund unklarer Übergangsvorschriften des vorgenannten Kleinanlegerschutzgesetzes, ist derzeit nicht auszuschließen, dass die neuen Verjährungsregelungen auch für die Altfälle greifen.

Was können VW Aktionäre nunmehr tun?

Weiterhin kann die Einreichung einer individuellen Klage oder eine Anmeldung / Beteiligung an einem Kapitalanlegermusterverfahren im Einzelfall sinnvoll sein. Die Anmeldung beim sog. KapMuG-Verfahren ist innerhalb von einem Zeitfenster von wenigen Monaten möglich.

Gerne beraten wir Sie einzelfallbezogen, ob Ihnen durchsetzbare Ansprüche gegen den Volkswagenkonzern zustehen könnten. Insbesondere informieren wir Sie über die Möglichkeit der fristgerechten Anmeldung an einem Musterverfahren (KapMuG).

 

Soweit Anleger rechtsschutzversichert sind, werden wir bei Ihrer Versicherung eine entsprechende Deckungsanfrage stellen. Ansonsten teilen wir Ihnen bei Interesse zum VW Schadenersatz gerne die Höhe des Kostenrisikos mit. Nehmen Sie zu uns Kontakt auf unter 02 11/83 68 05-70 oder kanzlei@baum-reiter.de.

 

Kostenlose Informationen zum Schadenersatz für VW Aktionäre