SWAP-GESCHÄFTE (ZINSSWAPS, WÄHRUNGSSWAPS ETC.)

baum reiter & collegen vertritt Kommunen, Unternehmen, Family-Offices und Privatpersonen, die im Zuge ihres Zinsmanagements durch Falschberatung von Banken bei Swap-Geschäften erheblich geschädigt worden sind.
Zinsmanagement beschreibt den Handel mit Kreditzinsen durch den die jährlichen Zinsbelastungen verringert werden sollen. Der Bedarf an Zinsmanagement ist hinsichtlich einer Staatsverschuldung in Höhe von 1,568 Billionen € im Jahr 2006 und einer Neuverschuldung von 14 Milliarden € in 2007 sicherlich gegeben.
Die aus den Krediten resultierenden jährlichen Zinsen sind enorme Belastungen in den Haushalten von Bund, Ländern, Kommunen, sowie von privatwirtschaftlichen Unternehmen. Manfred Matschke, Professor für Finanzwirtschaft der Universität Greifswald, empfiehlt den Kommunen und Unternehmen ein aktives Zinsmanagement zur Senkung der Zinsbelastungen, wie es von Bund und Ländern bereits seit einiger Zeit betrieben wird. Ein Zinsmanagement lohne sich bereits ab einem Schuldenportfolio in Höhe von 50 Millionen €.
Im Regelfall wird dazu Know- How benötigt, welches auf Grund der Komplexität des Zinsmanagements bei einem externen Finanzdienstleister gekauft werden muss. Ausnahmen bilden Städte wie Köln, Hannover oder Salzgitter, die ein eigenes städtisches Zinsmanagementteam aufgebaut haben und unterhalten.
Beim Zinsmanagement wird die Zinsstruktur der Kredite mit Hilfe verschiedener Instrumente optimiert, die Kredite an sich bleiben unberührt. Zu den Instrumenten gehören „Swaps“, bzw. Zinsaustauschvereinbarungen, sowie Zinsbegrenzungsvereinbarungen wie „Caps“ und „Floors“. Darüber hinaus werden häufig Termingeschäfte zur Absicherung verwendet. Bei den so genannten „Derivaten“ handelt es sich um Käufe und Verkäufe von Zinskonditionen, die zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft erfolgen, deren Preise jedoch vorab feststehen. Des Weiteren sollen durch schnelles Reagieren auf die heftigen Veränderungen am Finanzmarkt bestmögliche Zinskonditionen geschaffen werden. Die Zinsmarktlage ändert sich täglich, teilweise sogar von Minute zu Minute. Um Zinsmanagement optimal betreiben zu können ist ein permanenter Zugang zu aktuellen Finanzmarktinformationen zwingend notwendig. Im Optimalfall analysiert der Finanzdienstleister zuerst das Schuldenportfolio, um anschließend gemeinsam mit der Kommune oder dem Unternehmen eine Strategie zu definieren. Dabei wird über die Risikostreuung, die Laufzeit, sowie über die einzusetzenden Instrumente beim Zinsmanagement entschieden.
Das gemeinsame Ziel von Kommune/Unternehmen und Finanzdienstleister sollte der Aufbau einer adäquaten Risikostreuung auf der Basis von Markterwartungen und den Vorgaben des Kunden sein. Die Finanzdienstleister tragen durch ihre Beratung sowohl im positiven, als auch im negativen Fall entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Finanzen. Sie müssen bei Vertragsabschluss eine Anleger- und Anlagegerechte Beratung bieten, sowie ausreichend über Chancen und Risiken aufklären.
Dem ist in der Vergangenheit häufig keine Rechnung getragen worden. Durch „falsches Zinsmanagement“ drohen den anlegenden Kommunen und Unternehmen, soweit die Schäden nicht schon entstanden sind, Verluste in Millionenhöhe.
Sofern Sie oder Ihr Unternehmen hiervon ebenfalls betroffen sind, raten wir Ihnen, sich angesichts verjährender Ansprüche frühzeitig von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Bei und steht Ihnen hierfür als kompetenter und prozesserfahrener Anwalt Dr. Olaf Methner zur Verfügung.