MPC MS “Santa-P Schiffe” mbH & Co. KG

Den rund 5.000 Anlegern der MPC MS “Santa-P Schiffe” mbH & Co. KG droht der Totalverlust ihres investierten Kapitals.
Der geschlossene Fonds wurde von der Initiatorin MPC Münchmeyer Petersen Capital AG im Jahre 2003 als Dachfonds aufgelegt, verwaltet wird er durch die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH. das Investitionsvolumen des Fonds betrug ca. 81 Mio. EUR. Beteiligen konnte man sich mit einer Mindestsumme von 10.000,00 EUR zzgl. 5% Agio,. Investiert wurde in die folgenden 6 Vollcontainerschiffe, MS „Santa Paola, MS „Santa Patricia“, MS „Santa Philippa, MS „Santa Priscilla“, MS „Santa Regina“ und MS „Santa Regula. Laut Prospekt wurden prognostiziert, dass bis 2010 bereits 40 % des investierten Kapitals durch Ausschüttungen an den Investor zurückgeflossen sein sollen, tatsächlich sind es bisher nur 18,5 %. Die weitere Entwicklung des Fonds ist bedenklich.
Nach der ersten Schifffahrtskrise in den Jahren 2009/2010 ist der angeschlagene Schiffsfonds immer noch in wirtschaftlicher Schieflage und ist stark insolvenzbedroht.
Anleger haben gute Chancen auf Schadenersatz
Für Anleger der MS “Santa-P Schiffe” mbH & Co. KG bestehen sehr gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihre beratendende Bank oder Sparkasse oder auch bankungebundenen Berater erfolgreich durchzusetzen. Hintergrund sind unter anderem die exorbitant hohen Weichkosten und Vertriebsaufwendungen bei dem Schiffs-Dachfonds.
Nach der so genannten Kickback-Rechtsprechung des BGH hätte der Bank- oder Sparkassenberater den Anleger vor Zeichnung auf Provisionen hinweisen müssen, die die Bank oder Sparkasse für die Vermittlung des Fondsanteils erhalten hat
Aber auch Anleger, die nicht durch Banken und Sparkassen beraten wurden haben Grund zur Hoffnung, denn neben Bankberatern müssen auch nicht bankgebundene Berater müssen nach gefestigter Rechtsprechung des BGH den Anleger ungefragt auf überdurchschnittlich hohe Innenprovisionen Hinweisen. Die Vertriebsprovision betrugen hier stolze 32 %! Derart hohe Vertriebsprovisionen gefährden nach Auffassung des BGH die Werthaltigkeit und die Rentabilität der Kapitalanlage. Hierüber muss der Berater den Anlager vor Zeichnung unaufgefordert in Kenntnis setzen.
Die mangelnde Werthaltigjkeit der MS “Santa-P Schiffe” mbH & Co. KG ist für den Anleger nicht sofoert ersichtlich, sondern wird erst deutlich, wenn man sich näher mit dem Verkaufsprospekt auseinandersetzt. Addiert man die auf Ebene der Einschiffgesellschaften anfallenden Weichkosten mit den Weichkosten, die auf Ebene des Dachfonds anfallen, wird ersichtlich, dass nur ca. 42% des von den Anlegern eingezahlten Kommanditkapitals in den Kauf der Schiffe geflossen sind. Ca. 58% des Kommanditkapitals der Anleger nebst dem gezahlten Agio wurden für Weichkosten verbrannt.
Wir konnten in Mandantengesprächen zudem feststellen, dass die Berater nicht hinreichend über die Risiken dieser Anlage aufgeklärt haben. Die Risiken einer wie hier vorliegenden  unternehmerischen Beteiligung hätten in einem Beratungsgespräch einen wesentlichen Teil darstellen müssen. Des Weiteren hätte ebenfalls aufgeklärt werden müssen über
  • das hohe Risiko bei einer Kreditaufnahme in japanischen Yen, bei Einnahmen des Fonds in US$
  • die Risiken der loan-to-value Klauseln in den Kreditverträgen
  • den nicht geregelten Zweitmarkt und die daraus resultierende Folge, dass die Anleger somit bis 2023 nicht die Möglichkeit haben an ihr Geld zukommen.
  • die Abhängigkeit des Wertes der Schiffe von den schwankenden Charterraten
  • die Tatsache, dass nur ca. 57 % der Anlegergelder, tatsächlich in die Schiffsinvestition flossen.
Sofern Sie die Vermutung haben, dass auch Sie bei Erwerb der Beteiligung falksch beraten wurden, raten wir Ihnen, sich umgehend von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen, da hier die Verjährung Ihrer Ansprüche droht .Wir prüfen für Sie gerne, ob diese Ansprüche möglicherweise auch bei Ihnen bestehen.
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Tel. 0211-83680570; E-Mail: kanzlei@baum-reiter.de