Schadenersatz für VW Aktionäre

Aktionäre von Volkswagen haben durch die VW-Abgasaffäre viel Geld verloren. Jetzt stehen die Zeichen günstig, denn Fakten sprechen dafür, dass die Geschäftsführung gegen aufrechtes Recht verstoßen hat. Nachdem bekannt wurde, dass VW bei den Werten manipuliert hat, fielen die Aktien um beinahe 50 Prozent, gegenüber dem Aktienkurs Anfang 2015 lag das Minus sogar bei beinahe zwei Drittel. Aus diesem Grund glauben Experten, dass den Aktionären aus kapitalmarktrechtlicher Sicht Schadenersatz zustehen würde.

 

Ein Musterverfahren um Schadenersatz für VW Aktionäre

 

Schadenersatz für VW Aktionäre ist möglich, wenn sich die betroffenen Aktionäre einem Musterverfahren anschließen. Das ist die effizienteste und kostengünstige Möglichkeit um Ansprüche geltend machen zu können. In diesem Verfahren könnte es um ein Volumen von mehr als 1 Milliarde Euro gehen, der größte Musterprozess bisher. Aktionäre können sich gegen eine kleine Gebühr anmelden, egal wie das Verfahren ausgeht. Derzeit bereitet das Landgericht Braunschweig dieses Verfahren vor. Natürlich kann jeder Anleger auch selbst seine Rechte bei Gericht geltend machen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine Rechtsschutzversicherung besteht und diese für die Kosten aufkommt.

 

Unternehmensleitung wusste bereits lange Bescheid

 

Die Argumentation hinter der Sammelklage liegt darin, dass die Unternehmensleitung bereits ab Mai 2014 wusste, dass die US-Behörden wegen der Abgasmanipulationen Ermittlungen eingeleitet haben. Sie haben es jedoch unterlassen, diesen Wissensstand dem Kapitalmarkt mitzuteilen. Damit hat der Vorstand gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen und ein Schadenersatz für VW Aktionäre ist damit wahrscheinlich. Jeder Anleger, der zwischen Juni 2014 und September 2015 VW Aktien erworben hat und jene, bei welchen der Kauf nicht länger als dem 18. September 2013 zurückliegt und diese am 18. September 2015 noch im Bestand waren, können klagen. Als Wertpapierform kommen VW-Vorzugsaktien, Stammaktien, Anleihen, Porsche Aktien und Derivate auf Volkswagen infrage. Am aussichtsreichsten ist die Klage nur bei Volkswagen Aktionären, bei den anderen Formen sollten Anleger nur dann klagen, wenn eine Rechtsschutzversicherung besteht.