S & K BETRUGSSKANDAL

Am 19.02.2013 fanden bundesweite Durchsuchungen in sieben Bundesländern in Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren gegen verantwortliche Personen der Unternehmensgruppen S&K und United Investors statt. U.a. wurden dingliche Arreste in einem Gesamtvolumen von EUR 100.000.000,00 zur Sicherung von Vermögensabschöpfungen und Haftbefehle gegen sechs Beschuldigte vollstreckt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main bestehe dringender Tatverdacht wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges mit Kapitalanlagen, Untreue und weiterer Straftaten. So sollen Anlegergelder im Wege eines sog. „Schneeballsystems“ veruntreut worden sein, um insbesondere den aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten, zweckwidrige Objektfinanzierungen zu finanzieren. Das Anlagekapital stehe danach weitgehend nicht mehr für den eigentlichen Geschäftszweck zur Verfügung. Das Ermittlungsverfahren richtet sich nach derzeitigem Stand insbesondere gegen Jonas Köller und Stephan Schäfer als maßgebliche Verantwortliche der S&K Gruppe sowie Hauke Bruhn als Verantwortlicher der United Investors Gruppe.
Vom Ermittlungsverfahren können insbesondere folgende Fonds betroffen sein:
  • S&K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH & Co. KG;
  • Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG;
  • Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG;
  • S&K Investment GmbH & Co. KG;
  • S&K Investment Plan GmbH & Co. KG;
  • “Vario”-Produkte der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG;
  • MIDAS Mittelstandsfonds (Nr. 1- Nr.6) GmbH & Co. KG (im Jahr 2011 von S&K übernommen);
  • von der SHB Innovative Fondskonzepte AG initiierte Fonds (SHB Altersvorsorge)Fonds, SHB Rendite-Fonds, Fürstenfeldbruck und München);
  • DCM Fonds (Übernahme der DCM Verwaltungsgesellschaft mbH und DCM Service GmbH in 2012);
  • Asset Trust AG.
Es besteht offenbar der Verdacht, dass die Immobilienportfolien der Fonds mit unzutreffenden Informationen beschrieben worden seien. Auch die Verkehrswertgutachten für die Immobilien sollen teilweise in fragwürdiger Weise erstellt worden sein. Angesichts der Vorwürfe drohen bei den vorgenannten Beteiligungen erhebliche Verluste.
Für erste Informationen hat das Polizeipräsidium Frankfurt am Main ein Kontakttelefon unter +49 (0)69 75 55 75 55 eingerichtet.
Betroffenen Anlegern wird empfohlen, fachanwaltlichen Rat einzuholen. Primär dürften Ansprüche Betroffener im Rahmen der Rückgewinnungshilfe hinsichtlich des sichergestellten Vermögens zu prüfen sein. Dessen ungeachtet sollten weitergehende zivilrechtliche Ansprüche in Zusammenhang mit der Vermittlung der betroffenen Beteiligungen geprüft werden. Zudem können sich im Laufe des Ermittlungsverfahrens noch weitere Ansatzpunkte ergeben. Wenn sich der Verdacht der Einrichtung eines Schneeballsystems erhärtet und bestätigt, stehen betroffenen Anlegern aus dem Aspekt des gewerbsmäßigen Kapitalanlagebetruges und diversen weiteren Haftungsgesichtspunkten umfangreiche Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen zu.
Gerne werden wir Ihre Angelegenheit prüfen. Wir stehen Ihnen unter +49 (0)211 836 805 – 70 oder kanzlei@baum-reiter.de zur Verfügung.