Neues zum Filesharing

Das Landgericht Stuttgart hat in einem aktuellen Urteil vom 14.08.2019 (Az. 24 O 256/18) die Klage eines Spieleproduzenten gegen einen Familienvater abgewiesen, der wegen illegalen Filesharings seiner Familienmitglieder Schadenersatz zahlen sollte. Er war Inhaber eines Internetanschlusses, über den nachweislich Raubkopien von Computerspielen heruntergeladen worden waren. Der Vater selbst hatte allerdings für die Tatzeit ein Alibi und gab an, seine Kinder oder deren Freunde hätten möglicherweise trotz seiner Verbote die Handlungen begangen. Welche der namentlich von ihm benannten Personen die Urheberrechtsverletzung begangen hatte, konnte er aber trotz Befragung nicht herausfinden.

Dies reichte dem Landgericht Stuttgart im konkreten Fall aus, um die Klage gegen den Anschlussinhaber abzuweisen. Nachforschungen nach dem tatsächlichen Täter seien für den Internet-Anschlussinhaber auf das zumutbare Maß beschränkt. Nach den Zeugenvernehmungen vermutete das Gericht den Täter unter den Familienmitgliedern, gegen das der Spieleproduzent aber keine Klage gerichtet hatte. Das illegale Filesharing blieb daher ohne Folgen für die Familie.