Lebensversicherungsfonds König & Cie. Britische Leben II

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Verjährung von Schadensersatzansprüchen  bei dem geschlossenen Lebensversicherungsfonds König & Cie. Britische Leben II im Oktober 2016:

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Im Oktober 2006 legte das Emissionshaus König & Cie. den geschlossenen Lebensversicherungsfonds „Britische Leben II“ auf. Die Fondsgesellschaft sammelte 20 Millionen Euro von Anlegern ein, die sie in ein Portfolio von britischen Kapitallebensversicherungen investierte. Leider bewahrheiteten sich die versprochenen Renditen nicht, obwohl die Beteiligungen als sichere und renditestarke Kapitalanlage mit hohen Provisionen (Kick-Backs) ohne Offenlegung beworben wurden.

 

Wie arbeiten britische Lebensversicherungen? Welche Risiken haben Anleger?

 

Das Konzept von solcher Kapitallebensviersicherungsfonds sieht vor, dass britische Kapitallebensversicherungen erworben werden und die Versicherungsbeiträge von den Veräußerern übernommen werden. Im Gegenzug kann die Fondsgesellschaft mit den Policen handeln und beim Tod eines Versicherten die Versicherungssumme kassieren

 

Kapitallebensversicherungsunternehmen aus Großbritannien investierten jedoch insbesondere in Aktien, so dass Sie den Kursschwankungen des Aktienmarktes unterliegen können. Dies kann zur Folge haben, dass die Rückkaufwerte der Versicherungen und die Schlusszahlungen verringert werden. Für die Lebensversicherungsfonds bedeutet das, dass die Kalkulationen nicht mehr realisiert werden können.

 

Was können Sie als Anleger tun?

 

Für Anleger des geschlossenen Fonds König & Cie. Britische Leben II kommen Schadensansprüche wegen Falschberatung aus einem mit einer Bank oder freien Vermittler geschlossenen Anlageberatungsvertag in Betracht. Anlageberatungsverträge werden oftmals stillschweigend, mithin ohne ausdrückliche Erklärung, durch schlüssiges Verhalten der Parteien abgeschlossen.

Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH Urteil vom 06. Juli 1993, Az. XI ZR 12/93) muss eine Anlageberatung anleger- und objektgerecht erfolgen. Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang Risikobereitschaft, Vorwissen und Anlageziel des Anlegers (anlegergerecht) sowie die allgemeinen und besonderen Risiken des Anlageobjekts (objektgerecht). Die Empfehlung einer Investition in eine geschlossene unternehmerische Beteiligung verstößt nach Ansicht des Bundesgerichtshofes bereits dann gegen eine anlegergerechte Beratung, wenn der Anleger eine sichere und zur Altersvorsorge geeignete Kapitalanlage sucht (BGH, Urteil vom 19. Juni 2008, Az. III ZR 159/07). Ansprüche gegen den Berater oder Vermittler bleiben auch im Insolvenzfall möglich.

Kapitalanleger müssen in diesem Zusammenhang über die Risiken einer Anlage transparent unterrichtet werden.

 

Insbesondere ist nach der Rechtsprechung bei einem geschlossenen Fonds, König & Cie. Britische Leben II, auf das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Fungibilität, mithin kein existierende und geregelter Zweitmarkt und eingeschränkte Veräußerbarkeit der Beteiligung vor Vertragsende hinzuweisen. Des Weiteren muss auch bei Schiffsfonds über Rückvergütungen (sogenannte Kick-Backs) aufgeklärt werden. Nach der Kick-Back-Rechtsprechung des Bundegerichtshofes besteht bei der Vermittlung eines Fonds die Verpflichtung für Banken und Sparkassen, erhaltene Provisionen sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach offenzulegen. Dies wurde nach der Erfahrung von der Kanzlei baum, reiter & collegen regelmäßig nicht eingehalten Auch wurde vielfach verschwiegen, dass Anleger erhaltene Ausschüttungen gegebenenfalls zurückzahlen müssen. Unterlässt ein freier Vermittler oder Bankberater eine solche Aufklärung, werden Pflichten aus dem Anlageberatungsvertrag verletzt, so dass Schadensansprüche für Anleger in Betracht kommen können.

Geschädigte Anleger sollten beachten, dass Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit einer Beteiligung an einem geschlossenen Fonds verschiedenen Verjährungsfristen unterliegen können. Insbesondere ist auf die Möglichkeit der taggenauen Höchst-Verjährung von 10 Jahren, beginnend ab Zeichnungstag, hinzuweisen. Es ist daher anzuraten, zeitnah einen spezialisierten Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Bank-und Kapitalmarktrechts zu kontaktieren.

Ihre Ansprechpartner bei baum reiter & collegen

Für Rückfragen und zur Vereinbarung eines Erstberatungsgesprächs stehen Ihnen die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwälte unserer Kanzlei baum reiter & collegen jederzeit gerne telefonisch 02 11/83  68 05-70 oder per Email kanzlei@baum-reiter.de zur Verfügung.