HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds

RA Schenkel

Ihr Ansprechpartner:
RA Bénédict Schenkel
Maîtrise en droit, Mag. iur.
Tel.: 02 11/836 805 70

Ihr Ansprechpartner:
RA Christian Leuchter
Europajurist (Univ. Würzburg)
Tel.: 02 11/836 805 70

Kontakt:
KONTAKTFORMULAR

HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds

Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung möglich

Beim HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds handelt es sich um ein vom Emissionshaus HCI Capital AG aufgelegten Dach-Fonds aus dem Jahr 2007. Der geschlossene Fonds investierte u.a. in die Ziel-Fonds und Einzelschiffe MS „Hammonia Majesty“, MS „Emily C“, MS „Stadt Solingen“, MT „Hellespont Triumph“ und MS „Lake St. Clair“.

Mittlerweile ist dieser geschlossene Schiffsfonds jedoch in wirtschaftliche Schieflage geraten. Bereits mehre Einzelschiffe des Dach-Fonds, unter anderem sind die HR Majesty und die Hellespont Triumph insolvent.

Nach den Angaben der HCI Capital AG musste trotz „intensiver Restrukturierungsbemühungen“ bei der HR Majesty sowie der Hellespont Triumph für beide Gesellschaften im Jahr 2012 ein Insolvenzantrag gestellt werden. Auch eine weitere Gesellschaft der Zielfonds musste „aufgrund des niedrigen Charterratenniveaus“ bereits „Quartalstilgungsraten aussetzen“. Die Insolvenz der Zielfonds- Gesellschaft MS „Stadt Solingen“ konnte im Jahr 2014 durch Umsetzung eines Finanzierungskonzeptes abgewendet werden.
Nach Angaben des Zweitmarktplattform handel.deutsche-zweitmarkt.de betrug der Kurswert der geschlossenen Beteiligung HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds zum Handelsdatum des 15.06.2015 lediglich 0,5 % bzw. 1,5 % der Beteiligungssumme.

Der HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds wurde in vielen Fällen als sichere Anlage empfohlen. Ein Totalverlustrisiko wurde regelmäßig verschwiegen oder abgeschwächt dargestellt. Ebenso wurden HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds Anleger häufig nicht über Weichkosten und Rückvergütungen aufgeklärt.


FAQ ZU HCI SHIPPING SELECT XVII SCHIFFSFONDS

WELCHE ANSPRÜCHE HABEN GESCHÄDIGTE ANLEGER?

Für Anleger der HCI Capital Schiffsfonds kommen Schadensansprüche wegen Falschberatung aus einem mit einer Bank oder freien Vermittler geschlossenen Anlageberatungsvertag in Betracht. Anlageberatungsverträge werden oftmals stillschweigend, mithin ohne ausdrückliche Erklärung, durch schlüssiges Verhalten der Parteien abgeschlossen.

Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH Urteil vom 06. Juli 1993, Az. XI ZR 12/93) muss eine Anlageberatung anleger- und objektgerecht erfolgen. Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang Risikobereitschaft, Vorwissen und Anlageziel des Anlegers (anlegergerecht) sowie die allgemeinen und besonderen Risiken des Anlageobjekts (objektgerecht). Die Empfehlung einer Investition in eine geschlossene unternehmerische Beteiligung verstößt nach Ansicht des Bundesgerichtshofes bereits dann gegen eine anlegergerechte Beratung, wenn der Anleger eine sichere und zur Altersvorsorge geeignete Kapitalanlage sucht (BGH, Urteil vom 19. Juni 2008, Az. III ZR 159/07). Ansprüche gegen den Berater oder Vermittler bleiben auch im Insolvenzfall möglich.
Ebenso können Schadensersatz-Ansprüche aus Prospekthaftung gegen die Prospektverantwortlichen bzw. Ansprüche gegen Treuhänder in Betracht kommen, wenn Angaben im Emissionsprospekt unrichtig oder unvollständig sind.

ÜBER WELCHE RISIKEN MUSS AUFGEKLÄRT WERDEN?

Kapitalanleger des HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds müssen in diesem Zusammenhang über die Risiken einer Anlage transparent unterrichtet werden.

Insbesondere ist nach der Rechtsprechung bei einem geschlossenen Fonds, wie dem HCI Shipping Select XVII auf das bestehende Totalverlustrisiko und die mangelnde Fungibilität, mithin kein existierende und geregelter Zweitmarkt und eingeschränkte Veräußerbarkeit der Beteiligung vor Vertragsende hinzuweisen. Des Weiteren muss auch bei Schiffsfonds über Rückvergütungen (sogenannte Kick-Backs) aufgeklärt werden. Nach der Kick-Back-Rechtsprechung des Bundegerichtshofes besteht bei der Vermittlung eines Fonds die Verpflichtung für Banken und Sparkassen, erhaltene Provisionen sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach offenzulegen. Dies wurde nach der Erfahrung von der Kanzlei baum, reiter & collegen regelmäßig nicht eingehalten. Ebenso wurden Anleger oftmals im Unklaren darüber gelassen, dass Weichkosten, wie Gebühren, und Provisionen, bei Schiffsfonds oftmals einen zweistelligen Betrag des Anlegerkapitals ausmachen. Auch wurde vielfach verschwiegen, dass Anleger erhaltene Ausschüttungen gegebenenfalls zurückzahlen müssen. Unterlässt ein freier Vermittler oder Bankberater eine solche Aufklärung, werden Pflichten aus dem Anlageberatungsvertrag verletzt, so dass Schadensansprüche für Anleger in Betracht kommen können.

WIE LANGE SIND DIE ANSPRÜCHE DURCHSETZBAR?

Geschädigte Anleger sollten beachten, dass Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit einer Beteiligung an einem geschlossenen verschiedenen Verjährungsfristen unterliegen können. Insbesondere ist auf die Möglichkeit der taggenauen Höchst-Verjährung von 10 Jahren, beginnend ab Zeichnungstag, hinzuweisen. Es ist daher anzuraten, zeitnah einen spezialisierten Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Bank-und Kapitalmarktrechts zu kontaktieren.

WELCHE WEITEREN FONDS WURDEN VON DER HCI CAPITAL AG AUFGELEGT?

Das Emissionshaus HCI Capital AG hat eine Vielzahl weiterer geschlossener Fonds aufgelegt, die sich teilweise in erheblicher wirtschaftlicher Schieflage befinden sollen. Risiken, wie der Totalverlust des Anlagekapitals sind auch hier nicht ausgeschlossen und sind im Sinne der Rechtsprechung aufklärungsbedürftig.

HCI Exclusiv Schiffsfonds I
HCI MS „Alexander Sibum“
HCI MS „City of Guangzhou“
HCI MS „Hammonia Berolina“
HCI MS „Hammonia Fortuna“
HCI MS „Kappeln“
HCI Schiffsfonds III
HCI Schiffsfonds IV
HCI Schiffsfonds VI
HCI „MS Jessica
HCI „MS Tatjana“
HCI Renditefonds I
HCI Renditefonds V
HCI Schiffsfonds III
HCI Schiffsfonds IV
HCI Schiffsfonds VI
HCI Schiffsfonds VII
HCI Schiffsfonds VIII
HCI Shipping Select XIV
HCI Shipping Select XV
HCI Shipping Select XVI
HCI Shipping Select XVII
HCI Shipping Select 19
HCI Shipping Select XX
HCI Shipping Select 26
HCI Shipping Select 27
HCI Shipping Select 28

WELCHE HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN BESTEHEN FÜR ANLEGER?

Die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei baum, reiter & collegen berät geschädigte Anleger einzelfallbezogen, ob eine Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen für Anleger des HCI Shipping Select XVII Schiffsfonds in Betracht kommt. Ein geschädigter Anleger kann dadurch das einbezahlte Kapital zuzüglich Zinsen zurück erlangen und von etwaigen Forderungen Dritter freigestellt werden.
Im Rahmen einer Erstberatung kann zudem eine Deckungsanfrage bei der Rechtschutzversicherung gestellt werden.

Wer ist der Ansprechpartner bei baum, reiter & collegen

Für Rückfragen und zur Vereinbarung eines Erstberatungsgespräches stehen Ihnen die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwälte unserer Kanzlei baum, reiter & collegen unter 0211-83680570 oder kanzlei@baum-reiter.de zur Verfügung.