Erneuter Erfolg im Abgasskandal: LG Duisburg verurteilt Volkswagen

Vor dem Landgericht Duisburg hat die Kanzlei baum reiter & collegen ein weiteres positives Urteil erstritten: Der Richter schloss sich der Argumentation des geschädigten Dieselfahrers vollumfänglich an. VW wurde zu Schadensersatz sowie Zinszahlungen verurteilt, Zug um Zug gegen die Herausgabe des Fahrzeugs.

Unser Mandant erwarb im Jahr 2012 einen gebrauchten Passat. In der Klage wurde vorgetragen, dass das Fahrzeug nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Typenzulassung für den Straßenverkehr eigentlich hätte versagt werden müssen. Das Softwareupdate von VW wurde zwar aufgespielt, der Kläger erklärte jedoch ausdrücklich, dass dies nur geschah, weil er aufgrund einer behördlichen Stilllegungsandrohung keine andere Wahl hatte. Der Kläger wollte sich auch nicht mit einem bloßen Softwareupdate begnügen, da er dem bloßen Wort von VW nicht mehr vertraut und das Update daher ablehnt.

Ausführliche Informationen zum VW Abgasskandal inklusive einer Liste der betroffenen Fahrzeuge finden Sie unter

VW Abgasskandal Rechtsanwalt

VW behauptete vor Gericht, dass schon kein Schaden entstanden und spätestens mit dem Softwareupdate jeder angebliche Schaden sowieso entfallen sei. Laut dem Konzern habe das Fahrzeug unter Laborbedingungen die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, auf die Werte im Straßenverkehr käme es bei der Typenzulassung nicht an.

Zurecht schloss sich das Gericht den Ausführungen des Klägers an. VW habe eine verbotene Abschalteinrichtung im Fahrzeug des Klägers installiert. Diese Manipulation ist zudem unstreitig durch Mitarbeiter von VW in die betroffenen Fahrzeuge eingebaut worden.. Die verantwortlichen Personen haben nach Meinung des Gerichts ganz genau gewusst, dass es sich um verbotenes Vorgehen handelte und dass bei der Entdeckung erhebliche Nachteile für die Käufer drohen würden. Hierdurch hat VW seinen Kunden vorsätzlich Schaden zugefügt hat. Es sei, so das Gericht, äußerst abwegig, dass irgendeine Einzelperson unkontrolliert eine Softwaremanipulation in die Serienproduktion eines vielfach verwendeten Motors einschmuggeln konnte. Eine sittenwidrige Schädigung liegt zudem auf der Hand, da das Gericht der Meinung ist, VW habe aus Habsucht gehandelt: Es sei dem Unternehmen darauf angekommen, mit möglichst geringem Aufwand Gewinne zu erzielen, wofür die Kunden belogen wurden.

Zurecht kam das Gericht daher zu dem Ergebnis, das VW dem Kläger Schadensersatz schuldet.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter Schadensersatz für VW-Fahrer,  Schadensersatz für Porsche-Dieselfahrer, Schadensersatz für Mercedes-Dieselfahrer, Anwaltskanzlei VW

Sind Sie auch vom Abgasskandal betroffen?

Ihr Auto. Ihr schaden. Ihre Ansprüche.

  • Kaufpreiserstattung oder Schadensersatz
  • Bequeme Online-Beauftragung
  • Sie investieren 7 Minuten – wir erledigen den Rest

Hier können Sie uns online beauftragen:  http://diesel24.de/online-beauftragen