Ein Musterverfahren könnte Tausende VW Aktionäre entschädigen

Der VW Abgasskandal – auch als Dieselgate – bezeichnet hat einen Milliardenschaden sowohl bei den Autokäufern, als auch den Kapitalanlegern verursacht. Aufgrund der Vielzahl der geschädigten Aktionäre hat sich im August 2016 das Landgericht Braunschweig dazu entschieden, ein Musterverfahren mit einer geringen Anzahl von 10 Klägern zu führen, um eine zigtausendfache – inhaltlich identische – Beweisaufnahme zu vermeiden. Und die daraus folgenden Ergebnisse dann auf die zu erwartende Klageflut zu übertragen.

Anders als bei den Autokäufern, bei denen es um eine oftmals individuell zu beleuchtende Gemengelage aus Produktbeschreibungen, Verkaufsgesprächen und zugesicherten Eigenschaften geht, geht es bei den geschädigten Kapitalanlegern um ein aus heutiger Sicht bereits ziemlich klares Fehlverhalten des Managements des VW Konzerns.

Das Musterverfahren (=VW-Sammelklage) nach KapMuG setzt an den vor mehr als zehn Jahren verschärften Transparenzregeln der Wertpapiermärkte an:

Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter einer börsennotierten Gesellschaft müssten demnach die breite Öffentlichkeit über Informationen unverzüglich informieren, die in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung so bedeutend sind, dass sie die Kurse der Wertpapiere (oder den Gesamtmarkt) wesentlich beeinflussen könnten.

Hinter der Verweisung vom Landgericht an das Oberlandesgericht stehen folgende Ideen, die sich zugunsten der Geschädigten bzw. einer günstigeren Geltendmachung ihrer Ansprüche auswirken könnten:

+ Die pro Aktionär entstandenen Schäden sind zwar individuell zu berechnen, allerdings kann die Klage nach KapMuG einen wesentlichen Teil der Ermittlung der Tatbestände übernehmen. Es wird wohl um die konkrete Bestimmung eines Zeitfensters gehen, in dem VW vorsätzlich rechtswidrig gehandelt hat.

Dieser Zeitrahmen wird wohl vom erstmaligen Bekanntwerden der Dieselaffäre auf Seiten von VW bis zur tatsächlichen Veröffentlichung im September 2015 gehen. Das Unternehmen Volkswagen AG informierte die Öffentlichkeit entsprechend der aktuellen Beweislage erst am 22.09.2015.

Unter den Feststellungszielen werden Taten von VW genannt, die sogar bis ins Jahr 2006 zurückgehen.

+ Dieses Zeitfenster des rechtswidrigen Handelns und die tatsächliche Schuld von VW kann bei einem positiven Urteil des Oberlandesgerichts von VW voraussichtlich nicht mehr rechtswirksam bestritten werden. Zumindest nicht für alle diejenigen Kläger, die Ihre Ansprüche zur Teilnahme am Musterverfahren rechtzeitig anmelden.

 

+ Die Teilnahme an der Musterklage ist ein Rechtsmittel, welches der Geschädigte nutzt. Damit ist das Verfahren gerichtsanhängig, womit die Verjährung ausgesetzt wird.

 

Aus der Sicht Sicherung der Schadensersatzansprüche aus Verlusten mit VW Aktien (oder auch den entsprechenden Optionsscheinen und Derivaten) empfiehlt sich der erste Schritt des Beitretens zur Musterklage mach dem KapMuG. Die anwaltliche Vertretung im Verfahren nach KapMuG kann dabei zur Widerherstellung des Vermögens dienen, da Verluste nicht von Amts wegen, sondern erst nach Klage oder einem außergerichtlichen Vergleich erstattet werden. Für das Durchsetzen eines Vergleichsanspruches sind wiederum die Ermittlungsergebnisse aus der Musterklage nach KapMuG von Vorteil.

 

Sind Sie auch vom Abgasskandal betroffen?

Ihr Auto. Ihr schaden. Ihre Ansprüche.

  • Kaufpreiserstattung oder Schadensersatz
  • Bequeme Online-Beauftragung
  • Sie investieren 7 Minuten – wir erledigen den Rest

 

Hier können Sie uns online beauftragen:  http://diesel24.de/online-beauftragen