Dieselskandal: Whistleblower sollen Wissen der VW-Spitze beweisen

Schadenersatz für Volkswagen-Aktionäre

 

Der Vorstand hat nichts von den Abgasmanipulationen gewusst. So verteidigt sich VW gegen die Forderung auf Schadenersatz für Volkswagen-Aktionäre. Mit einer Whistleblower-Plattform will die Düsseldorfer Anwaltskanzlei Baum · Reiter & Collegen nun Beweise für das Wissen der Konzernspitze sammeln.

Die Bekanntmachung der Abgasmanipulationen durch die amerikanische Umweltbehörde EPA am 18. September 2015 traf VW-Aktionäre wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Volkswagen-Kurse brachen um mehr als 40 Prozent ein. Knapp 1.500 Anleger haben sich daher an einem Sammelverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) beteiligt. Die VW-Sammelklage soll klären, ob der Autokonzern verpflichtet ist, Schadenersatz für Volkswagen-Aktionäre zu zahlen. Dabei geht es um die Frage, ob das Unternehmen seine Ad-hoc-Publizitätspflicht verletzt hat. Das trifft zu, wenn die Konzernspitze um den damaligen VW-Chef Martin Winterkorn von den manipulierten Stickoxidwerten wusste, bevor die Amerikaner an die Öffentlichkeit traten.

Konzernspitze wusste über Betrugssoftware Bescheid

Volkswagen bestreitet das Wissen des Vorstands. Der Konzern behauptet, nur wenige Mitarbeiter auf unteren Hierarchiestufen seien über den Betrug bei den Abgaswerten im Bild gewesen. Die Führungsspitze habe erst kurz vor der Veröffentlichung davon erfahren. Nach Angabe eines Whistleblowers war das Wissen um die Abgasmanipulationen bei Volkswagen allerdings viel verbreiteter, als das Unternehmen glauben machen will: Über 1.000 Mitarbeiter sollen Bescheid gewusst haben.
Bild am Sonntag publizierte zudem am 9. Juli 2017 einen Bericht, der die VW-Führung direkt belastet. Gemäß Zeugenaussagen in den USA und konzerninternen Mails habe CEO Martin Winterkorn mindestens zweieinhalb Monate vor der Öffentlichkeit von der Manipulation der Stickoxidwerte erfahren. Am 27. Juni 2015 habe ein Abgasspezialist dem Vorstandsvorsitzenden im Beisein von VW-Markenchef Herbert Diess die Funktionsweise der Betrugssoftware eingehend erläutert. Der Abgasspezialist wird im Bild-Artikel mit der Aussage zitiert, er habe den Eindruck gehabt, Winterkorn hätte nicht zum ersten Mal von der Betrugssoftware gehört.

Whistleblower-Plattform soll Beweise für VW-Sammelklage liefern

Die Fachkanzlei Baum · Reiter & Collegen, die sich im Kampf um Schadenersatz für Volkswagen-Aktionäre an vorderster Front engagiert, hat eine Whistleblower-Plattform eingerichtet. Auf der Seite www.vw-verhandlung.de können VW-Mitarbeiter vertraulich interne Dokumente hochladen. Außerdem steht der Rechtsanwalt und ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum Informanten als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Julius Reiter, Gründungspartner der Kanzlei Baum · Reiter & Collegen, sagt, das Ziel der Whistleblower-Plattform sei, die „Phalanx des Schweigens“ zu brechen. Dadurch sollen weitere Beweise zusammenkommen, dass die Konzernspitze um Martin Winterkorn von den Abgasmanipulationen wusste. Darüber hinaus sollen die so gewonnenen Dokumente helfen, den Betrugsverdacht gegen die VW-Führung zu erhärten.

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter Schadensersatz für VW-Fahrer,  Schadensersatz für Porsche-Dieselfahrer, Schadensersatz für Mercedes-Dieselfahrer, Anwaltskanzlei VW

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