Audi Abgasskandal


Audi Abgasskandal – ohne Rechtsanwalt könnten Verbraucher das Nachsehen haben

Sicherheit schafft Stabilität – diese drei Worte gelten für den Straßenverkehr ebenso wie für das Geschäftsleben, in dem ohne Verträge nichts funktioniert. Der im Vertragsrecht herrschende Grundsatz „Pacta sunt servanda“ besagt, dass alle Vertragsparteien ihre vertraglichen Pflichten erfüllen müssen. Damit besteht auch im Vertragsrecht eine Art Vertrauensgrundsatz, der wie im Straßenverkehr allen Vertragsparteien Sicherheit bieten soll. 

Die Logik liegt auf der Hand: Wer Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Geschäftspartner hat, wird diese in Zukunft meiden. Mehr noch, es schwindet auch die innere Bereitschaft, an dem Vertrag weiter festzuhalten. Dieses Denken ist so alt wie die Menschheit selbst. Jeder gesunde Mensch verfügt über ein Unrechtsbewusstsein und spürt, wann der Vertragspartner seine Pflichten verletzt hat oder jedenfalls versucht, sich durch geschickte Manöver dieser zu entziehen. Beispiele dafür gibt es immer wieder. 

Dass es auch im VW und Audi Abgasskandal so gewesen sein könnte, lassen die vielen bereits ergangenen Gerichtsurteile vermuten, in denen Volkswagen Täuschung vorgeworfen und im Sinne der Kläger entschieden wurde. Käufer eines Volkswagens oder Audis haben allen Grund, sich juristisch beraten zu lassen. Denn wer einen Volkswagen oder Audi mit Schummel Software erworben hat, wurde vermutlich vorsätzlich getäuscht. 

Da ein solches Auto nicht den vertraglich zugesicherten Eigenschaften entsprechen dürfte, droht ein Städtefahrverbot oder noch schlimmer der Entzug der Betriebserlaubnis. Für Betroffene wie jene im VW und Audi Abgasskandal bietet die Rechtsordnung Möglichkeiten, juristisch gegen Volkswagen und Audi vorzugehen.




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Verträge muss man erfüllen – doch warum schlagen gerade beim Auto die Wogen so hoch?

Als am 18. September 2015 öffentlich bekannt wurde, dass Volkswagen die strengen US-amerikanischen Abgasnormen nur unter Verwendung der Schummel Software erfüllen konnte, war der Volkswagen Abgasskandal geboren und beherrschte die Medien.
Niemand fühlt sich bei dem Gedanken wohl, hintergangen worden zu sein. Solche Geschäftspraktiken lösen bei Kunden Unbehagen und Hilflosigkeit aus. Auch das Gefühl von Ungerechtigkeit greift um sich. In dem Fall kommt aber noch ein weiterer Aspekt hinzu. Es geht nicht einfach nur um irgendein Gut, es geht um das Auto. Das hat heute zwar nicht mehr den Stellenwert eines Statussymbols wie es im vergangenen Jahrhundert der Fall war; als Verkehrsmittel ist es für viele berufstätige Personen aber nicht wegzudenken. 

Mangels brauchbarer Alternativen kann das Auto auch nicht von einem auf den anderen Tag ersetzt werden. Daher ist hier das Vertrauen besonders wichtig. Wird es gestört, zieht das tiefgreifende Probleme nach sich.


Welche Fahrzeuge sind vom VW Abgasskandal betroffen?


Autofahren und der grüne Gedanke

Vom einstigen Statussymbol für Wohlstand und Freiheit ist vom Auto nicht viel geblieben. Viele junge Menschen verzichten sogar darauf, den einst begehrten Führerschein zu machen und ein Auto zu kaufen. Ganz im Gegenteil, der fahrbare Untersatz ist für eine wachsende Zahl von Menschen zum Symbol für Umweltverschmutzung geworden. Auch vielen Autofahrer liegt eine saubere Luft zum Atmen und eine intakte Umwelt am Herzen, in die Arbeit müssen sie dennoch mit dem Auto fahren. 

Das betrifft vor allem jene, die auf dem Land leben, wo der öffentliche Verkehr das Dieselauto nicht ersetzen kann. Viele Autofahrer sind wegen des grünen Gedankens auch bereit, für ein weniger umweltschädliches Auto tiefer in die Tasche zu greifen und haben das auch getan, wie die große Anzahl der vom Volkswagen und Audi Abgasskandal betroffenen Fahrzeugen zeigt. Denn die im Volkswagen und Audi Abgasskandal verwickelten Fahrzeuge galten eigentlich als umweltfreundlich.  

Seit Menschen den Wert einer intakten Umwelt erkannt und sich diese Gedanken in der Politik manifestiert haben, müssen Autohersteller wie VW nicht nur komfortable und sichere Autos auf den Markt bringen, sondern die Fahrzeug müssen auch umweltfreundlich sein. Der Autofahrer möchte schließlich ruhigen Gewissens früh morgens ins Büro und nach Feierabend zurück nach Hause fahren. Manche Länder, wie die USA, zeigen sich bei den Abgaswerten besonders engagiert. Um die Vorgaben zu erfüllen, haben manche Autohersteller beim Diesel in die Trickkiste gegriffen und niedrige Abgaswerte vorgetäuscht.


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Betroffene Autokäuferinnen und Autokäufer sollten sich wehren

Wer den Verdacht hat, beim Autokauf benachteiligt worden zu sein, sollte dem nachgehen. Im VW und Audi Abgasskandal ist das besonders einfach. Inzwischen sind viele Details zu den Diesel Fahrzeugen bekannt, die von dem Abgasskandal betroffen sind. Wer einen solchen Diesel Wagen von VW oder Audi erworben hat, sollte sich umgehend von einer zuverlässigen Stelle wie einem Anwalt beraten lassen. 

Das Gespräch im Kreis von Freunden oder Bekannten kann das Gespräch mit einem Rechtsanwalt nicht ersetzen. Auf keinen Fall sollte man versuchen die Angelegenheit selbst zu regeln. Derartige Versuche können nur scheitern, da der Autohändler eine Rücknahme vermutlich ablehnen und auf andere Lösungen verweisen wird. Volkswagen hat im Abgasskandal tatsächlich eine Lösung angeboten, die für viele Betroffene aber unzureichend ist. Auch Gerichte vertreten diese Ansicht, wie aus bereits ergangenen Urteilen erkennbar ist. 

Wer sich gegen den Abgasskandal wehren möchte und auch keine halben Lösungen akzeptiert, sollte sich umgehend von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Nach Durchsicht der Unterlagen und Prüfung der Voraussetzungen kann ein Anwalt abschätzen, welche Lösungsvarianten zur Auswahl stehen und welche die höchste Aussicht auf einen Erfolg verspricht. 

Entscheidend ist auch der Zeitfaktor. Denn wer einen Autohersteller im Volkswagen oder Audi Abgasskandal verklagen möchte, braucht ausreichend Vorbereitungszeit.


 

Wie der Abgasskandal in die Welt kam

Als Volkswagen an die Öffentlichkeit ging und den Abgasskandal eingestand, wurde nach und nach vielen betroffenen Autobesitzern klar, dass ihr Diesel Fahrzeug offenbar nicht die Eigenschaften hat, die sie sich erwartet hatten. Es bestand aber bereits vor dem Eingeständnis des VW Abgasskandals der Verdacht, dass manche Modelle von Volkswagen die Abgasnormen nicht erfüllen würden. Die immer höheren Ansprüche veranlasste VW zu einem Schritt mit fatalen Folgen. Man entschloss sich, die niedrigen Abgaswerte nur vorzutäuschen. Damit das überhaupt möglich war, musste man sich im Volkswagen Konzern eine besonders trickreiche Lösung ausdenken.

Daher entwickelte man im Volkswagen Konzern eine Software, die erkannte, wann sich das Diesel Fahrzeug auf der Straße und wann auf einem Teststand befindet. Anhand verschiedener Parameter erkennt die Motorsteuerung den Unterschied zwischen Fahren im Straßenverkehr und auf dem Prüfstand. Einer dieser Parameter ist die Lenkung, die im Straßenverkehr immer und auf dem Prüfstand nie benutzt wird. Der von der Software festgestellte Unterschied wirkt sich auf die Abgasreinigung aus.

Wie funktioniert die Abgasreinigung? Die Diesel Fahrzeuge von VW arbeiten auf Basis der selektiven katalytischen Reduktion (SCR). Diese Technik findet man nicht nur bei Diesel Autos, auch Müllverbrennungsanlagen, Gasturbinen, Industrieanlagen und andere Feuerungsanlagen reduzieren mit dieser Technik Stickoxyde in den Abgasen. Bei diesem Verfahren wird den Abgasen ein Stoff zugemischt, im Fall von Volkswagen ist es eine Harnstofflösung (AdBlue). 

Dazu wurde den betroffenen Diesel Fahrzeugen neben dem Treibstofftank auch ein Tank für die Harnstofflösung eingebaut. Die Harnstofflösung wird den Abgasen zugesetzt und löst eine chemische Reaktion aus, wodurch die Schadstoffbelastung reduziert wird. Der Verbrauch der Harnstofflösung ist von der verbrauchten Menge Diesel abhängig. Genau hier liegt die Ursache für den VW und Audi Abgasskandal, da der Harnstofftank in den Fahrzeugen zu klein dimensioniert ist. Würde immer die korrekte Menge Harnstoff verwendet werden, wären die Intervalle für das Nachfüllen des Harnstofftanks kürzer. Zusätzliche Aufenthalte in den Werkstätten wären die Folge und somit höhere Kosten.


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Die AdBlue Anlage einfach abschalten – so einfach geht das

Um dennoch eine große Reichweite ohne zusätzliche Kosten zu erzielen, wählte man beim Volkswagen Konzern einen anderen Weg, den der manipulierten Software. Die Software ist so programmiert, dass sie erkennt, ob der Wagen im Straßenverkehr gefahren wird oder ob er auf einem Prüfstand zur Abgasmessung steht. Befindet sich der Wagen auf dem Prüfstand, schaltet die Motorsteuerung den Motor in einen anderen Zyklus, in dem die Abgasreinigung normal läuft. Das System arbeitet dann so, wie es dem Kunden im Prospekt verkauft wurde. Einziger Unterschied: Der Kunde denkt, dass das System auch im Straßenverkehr ordnungsgemäß arbeitet und somit die Umwelt schont, da die Abgase kontinuierlich gereinigt werden.

Wird der Wagen nach dem Abgastest vom Prüfstand genommen und wieder im normalen Straßenverkehr betrieben, wird notgedrungen auch wieder die Lenkung betätigt. Für jeden Fahrer ist das ein normaler Vorgang, für die Software ist es ein wichtiges Signal. Jetzt schaltet sie den Motor wieder in den Normalbetrieb. Normalbetrieb bedeutet hier aber, dass der Motor nicht so läuft, wie es der Autobesitzer vermutet. Denn die Abgasreinigung wird zurückgefahren. Die manipulierte Motorsteuerung ist auch unter dem Begriff „Abschalteinrichtung“ bekannt geworden. 

Es ist wohl davon auszugehen, dass kein Kunde und keine Kundin, die sich bei Volkswagen einen Wagen mit Abschalteinrichtung kauften, vor dem Kauf darüber informiert wurden. Ansonsten hätte wohl kaum ein Kunde sein schwer verdientes Geld für einen Diesel mit Schummel Software ausgegeben. Für Gerichte ist die Abschaltvorrichtung ohne Zweifel illegal. Dieser Auffassung ist auch das KBA.


 

Was hat der VW Abgasskandal mit dem Audi Abgasskandal zu tun?

Zu Beginn vermutete man, dass nur Volkswagen bei den Abgaswerten manipuliert hat. Nachdem Volkswagen öffentlich die illegale Abschaltvorrichtung eingestanden hatte, stellte sich jedoch schnell die Frage, ob nicht auch andere Autohersteller aus dem Volkswagen Konzern ihre Modelle mit der Schummel Software ausstattet haben. 

Der Gedanken ist naheliegen, da innerhalb des Konzerns Fahrzeugteile für die verschiedenen Fahrzeugmarken eingesetzt werden. Das betrifft nicht nur die Hardware, wie zum Beispiel VW Motoren für Modelle von Audi. Auch die Software für die Motorsteuerung kann innerhalb des VW Konzerns weitergereicht werden und wurde es auch. 

Für Experten steht außer Zweifel, dass auch Tochterunternehmen des Volkswagen Konzerns die Schummel Software verwendet haben, um sich auf dem heiß umkämpften Automobilmarkt Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Das Rad nicht neu erfinden

Kopieren ist eine gängige Praxis. Das Rad wurde in grauer Vorzeit erfunden und seither unzählige Male kopiert. Dass Entwicklungen in einem großen Autokonzern wie bei Volkswagen dasselbe Schicksal durchlaufen, hat praktische und finanzielle Gründe. Würde ein jeder Autohersteller im VW Konzern sämtliche Autoteile in Eigenregie entwickeln und herstellen, würde das viel Zeit und Geld kosten. Die Nachteile gegenüber der Konkurrenz wären signifikant und mitunter existenzbedrohlich. 

Die Produkte einer Tochtergesellschaft können von den anderen Tochtergesellschaften desselben Konzerns verwendet werden, da ja alles in der „Familie“ bleibt. Je größer der Konzern ist, desto mehr profitiert er von dieser Möglichkeit.
Dieser logischen Annahme folgend wird also keine Tochtergesellschaft des Volkswagen Konzerns sämtliche Bauteile selbst entwickeln. Vielmehr werden kompatible Bauteile unter den Konzerntöchtern getauscht und so erheblich bei den Kosten gespart. Das geht mit Teilen wie Bremsen, Innenausstattung, Motoren und natürlich auch mit der Software für die Motorsteuerung. 


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Haben die Ingenieure bei Audi die Schummel Software entwickelt?

Der Autohersteller VW dürfte nicht alleine die Schuld an dem Abgasskandal tragen. Vielleicht müsste man eher von einem Audi Abgasskandal mit Folgen für VW und andere Konzernmitglieder sprechen. Angeblich dachte man in Ingolstadt schon 1999 darüber nach, wie man die immer strengeren Vorgaben für Autoabgase umgehen kann, ohne dafür hohe Kosten tragen zu müssen. 

Experten und Insidern zufolge soll bei Audi die Schummel Software schon länger in der Schublade gelegen haben. Dass sie damals nicht verwendet wurde, lässt vermuten, dass man sich der Tatsache bewusst war, dass es sich hier um eine illegale Methode handelt. Möglich ist auch, dass man zunächst die Grenzwerte für Stickoxyde auf andere, legale Weise einhalten konnte.

Ob Audi tatsächlich die Schummel Software ins Leben gerufen hat und wie sie zu VW kam, ist nicht eindeutig geklärt. Für Autobesitzer eines betroffenen VW ändert sich aber dadurch nichts. Auch die Theorie, dass Audi die Schummel Software an VW geliefert hatte ohne VW über die illegale Abschaltfunktion zu informieren, braucht Käufer eines VW Diesel mit Schummel Software nicht nachdenklich stimmen. 

Im VW und Audi Abgasskandal dringen immer wieder interessante Details ans Tageslicht, die der Öffentlichkeit zeigen, mit welchen Methoden gearbeitet wird. Denen gegenübergestellt wirkt das Angebot von VW geradezu als Verhöhnung, wenn zur Lösung des Problems das Aufspielen einer neuen Software angeboten wird. Denn das primäre Problem des zu kleinen Tanks für die Harnstofflösung kann auch eine neue Software nicht lösen. Außerdem berichten Kunden, die das Angebot von VW angenommen hatten und die Software aufspielen ließen, von Problemen in der Elektronik. Manche berichteten von einem erhöhten Treibstoffverbrauch, andere von einer fehlerhaften Klimaanlage.


 

Audi Abgasskandal – auch Audi Modelle stehen auf der schwarzen Liste der US-Behörde

Schon allein aufgrund der Tatsache, dass die Schummel Software mit der Abschaltautomatik von Audi kommen könnte, macht den Abgasskandal auch zum Audi Abgasskandal. Doch zu Beginn des Diesel Abgasskandals standen nur Diesel Fahrzeuge von VW im Rampenlicht. Inzwischen spricht man auch von einem Audi Abgasskandal.

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Die Rolle des KBA im Audi Abgasskandal

Das KBA mit Hauptsitz in Flensburg ist für den Straßenverkehr zuständig. Zu seinen Aufgaben gehört die Erteilung der Typengenehmigung und der allgemeinen Betriebserlaubnis. Das KBA hat darauf zu achten, dass die Fahrzeuge die gesetzlichen Vorschriften erfüllen.

Als der Abgasskandal bekannt wurde, stand zunächst der Autohersteller Volkswagen im Fokus der Kritik, danach auch andere deutsche Autohersteller. Nach und nach wird aber auch Kritik am KBA laut. Die Gerüchte, dass man beim KBA schon vor 2015 über die Abgasmanipulationen informiert war, wollen nicht abreißen. Ein Kritikpunkt am KBA ist, dass hauptsächlich nur der VW Konzern verpflichtet wurde, Autos mit Abschalteinrichtung zurückzurufen. Wurde bei Wagen anderer Hersteller eine Abschalteinrichtung entdeckt, wurde vom KBA häufig kein verbindlicher Rückruf angeordnet. Der betreffende Hersteller sollte stattdessen die Umrüstung freiwillig vornehmen.

Die Autohersteller konnten die Einhaltung der Abgasnormen Berichten nach selbst prüfen. Es reichte, wenn sie dem KBA Nachmessungen bei Prüfdiensten wie TÜV und Dekra nachweisen konnten – so ein weiterer Vorwurf an das KBA. Zu den Vorwürfen meint man beim KBA, dass nicht genügend Hinweise zu Abgasmanipulationen vorhanden waren.


 

VW und Audi Abgasskandal – Diesel Fahrer haben es nicht leicht

Wer eine Dieselfahrzeug gekauft hat und vom VW oder Audi Abgasskandal unmittelbar betroffen ist, sollte die notwendigen Schritte einleiten. Für Kunden liegt ein klarer Verstoß gegen den Kaufvertrag vor, verbunden mit dem unangenehmen Gefühl, betrogen worden zu sein. Auf der einen Seite stehen die Kunden, auf der anderen Seite die Industrie, der Industriestandort Deutschland und die Interessen der Politik. Aufarbeiten ja, aber im „Schongang“, scheint das Motto zu lauten. Denn es geht auch um Arbeitsplätze. Da kann es dann schon passieren, dass bei der Suche nach einer Lösung die Interessen der Kunden nicht vollständig berücksichtigt werden. Damit muss sich aber niemand zufriedengeben.

Die im VW und Audi Abgasskandal bereits ergangenen Gerichtsurteile zeigen ganz klar, dass Autokäuferinnen und Autokäufer gute Chancen haben, gegen die Autohersteller vorzugehen. Wichtig ist, von sich aus aktiv zu werden. Denn wer wartet und sich darauf verlässt, dass Industrie, KBA oder Politik eine befriedigende Lösung anbieten, wird wohl enttäuscht werden. Erinnerungen an die angebotene Lösung von VW im Abgasskandal zeigt ganz klar, womit betroffene Diesel Fahrerinnen und Diesel Fahrer rechnen müssen. Die von VW angebotene Lösung bestand in einem Software Update für wenig Geld und der Verpflichtung, diese Lösung zu akzeptieren. 

Sich auf andere zu verlassen führt in der Regel nicht immer zu einem befriedigenden Ergebnis, schon gar nicht in solchen Fällen. Beim Thema Auto spitzt sich die Lage zu. Wie erwähnt, geht es beim Auto um viel Geld und das Diesel Auto in der Garage wird täglich für Familie, Beruf oder Freizeit benötigt. 

Wer eine brauchbare Lösung für seinen Diesel sucht, kann sich von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Bei dem Beratungsgespräch werden die Fakten dargelegt und die verschiedenen Möglichkeiten und deren Chancen auf Durchsetzung vor einem Gericht erörtert. Doch zuvor muss geklärt werden, ob man vom VW oder Audi Abgasskandal überhaupt betroffen ist.

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Wie verhält man sich, wenn man vom Audi Abgasskandal betroffen sein könnte?

Zum Kreis der vom Audi Abgasskandal Betroffenen zählen jene, die sich einen Wagen mit einem Vierzylinder Diesel vom Typ EA 189 gekauft haben. Unter anderem sind auch andere Modelle betroffen. Dazu können Fahrzeuge der Baureihen A1, A3, A4, A5, A6 sowie Q3, Q5 und TT gehören, sofern sie mit Diesel Motoren ausgestattet wurden und zu den Baujahren 2009 bis 2014 zählen. 

Auch Besitzer der Modelle A7, A8, Q5 und Q7 mit 3 Liter 6-Zylinder Diesel Motoren der Baujahre 2015 und 2016 sollten prüfen lassen, ob ihr Wagen vom Audi Abgasskandal betroffen ist. Grundsätzlich sollte ein jeder Besitzer eines Audi Diesel nachprüfen, ob sein Fahrzeug im Audi Abgasskandal involviert ist. Dazu bietet Audi auf seiner Webseite die Möglichkeit, mit der 17-stelligen Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) die Prüfung selbst vorzunehmen. 

Die 17-stellige FIN finden Besitzer eines Audi im Fahrzeugschein. Allerdings bietet die Prüfung anhand der FIN keine absolute Sicherheit. Auch wenn der Wagen gemäß der FIN nicht zum Kreis der betroffenen Diesel zählt, kann der Wagen dennoch im Audi Abgasskandal involviert sein. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte diesbezüglich mit seinem Rechtsanwalt Rücksprache halten und sich beraten lassen, wie man in der Sache korrekt vorgehen kann.

 

Zeit ist kostbar – das gilt auch im Audi Abgasskandal

Wer einen Diesel aus dem Volkswagen Konzern fährt, der vom Audi Abgasskandal betroffen ist, sollte keine Zeit verlieren. Als Lösung wurde von VW im Abgasskandal ein Software Update angeboten, welches die Schummel Software beseitigt. Damit wurden aber weder technische Probleme gelöst noch wurden die betroffenen Diesel Fahrzeuge umweltfreundlicher. Nur eins blieb den Besitzern der betroffenen Fahrzeuge erspart: Durch das Aufspielen des Software Updates kam es nicht zur Stilllegung des Fahrzeugs durch die Zulassungsbehörde.

Laut KBA muss das Software Update innerhalb einer bestimmten Frist vorgenommen werden. Ist die Frist verstrichen und erfolgte keine Reaktion des Autobesitzers, kommt es zu einer zweiten, ebenfalls befristeten Aufforderung. Wie danach vorgegangen wird ist bundesweit nicht einheitlich geregelt. Es gibt je nach Region bei der Durchsetzung der Vorschriften Unterschiede. Grundsätzlich sollte man als Betroffener im Audi Abgasskandal mit Wohnsitz München von einer konsequenten Vorgehensweise der Behörden ausgehen.

Etwas umsichtiger geht man zum Beispiel in Stuttgart vor. Dort prüfen die Behörden zunächst, ob gewichtige Gründe vorliegen, die gegen das Software Update sprechen. Sollte der Autobesitzer oder die Autobesitzerin eine Klage auf Schadensersatz eingereicht und deswegen das Software Update nicht vorgenommen haben, erfolgt vorerst keine Stilllegung. 

Die Sachlage verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig die anwaltliche Beratung und Vertretung im Audi Abgasskandal ist. Mit der Erhebung einer Klage kann die Stilllegung des Fahrzeugs verhindert werden. Denn wurde das Fahrzeug einmal stillgelegt, hat der Wagen kaum noch einen Marktwert.

Der Audi Abgasskandal – mit welchen Gefahren müssen betroffene Diesel Besitzer rechnen?

Der Volkswagen und Audi Abgasskandal haben weitreichende Folgen nach sich gezogen. Bei den Folgen gilt es in mittelbare und unmittelbare zu unterscheiden. Die Unterscheidung ist vor allem für Fahrer eines Diesel Fahrzeugs interessant, die nicht unmittelbar vom Audi Abgasskandal betroffen sind. Dazu aber weiter unten. Grundsätzlich müssen Betroffene im VW und Audi Abgasskandal mit folgenden Konsequenzen rechnen:

Technische Probleme durch das Software Update
Stilllegung des Fahrzeugs
Wertverlust
Diesel Fahrverbote in Städten und in Umweltzonen


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Technische Probleme durch das Software Update

Auch im Audi Abgasskandal wird wie im VW Abgasskandal ein Software Update als Lösung angeboten. Wie bereits erwähnt, kam es bei VW durch das Software Update zu technischen Problemen wie erhöhtem Diesel Verbrauch oder dem Ausfall der Klimaanlage. Das größte Problem beim Software Update ist aber, dass es nur eine neue Motorsteuerung ist, die immer im selben Modus arbeitet, ob der Wagen nun auf der Straße fährt oder auf dem Prüfstand steht. Das bedeutet, dass mehr Abgase rückgeführt und gefiltert werden, was natürlich zunächst nach einer sinnvollen Maßnahme klingt. 

Es gibt aber Autobesitzer, die seit dem Update von beschädigten Rußpartikelfilter berichten. Beschädigte Rußpartikelfilter unterstützen die Abgasreinigung nicht, sondern erhöhen den Ausstoß umweltschädlicher Abgase.
Die Anzahl der Fälle ist zu groß, um hier von Einzelfällen zu sprechen. Es gab offenbar eine große Anzahl von Diesel Fahrzeugen, die für das Software Update technisch nicht geeignet waren. Ist das Auto nicht kompatibel und wird durch das Update beschädigt, sinkt automatisch der Marktwert des Wagens. 

Autobesitzer sollten sich also gut informieren, bevor sie das Software Update vornehmen lassen. Auch hier hilft ein Rechtsanwalt bei der Abwägung der Vor- und Nachteile. Alternativ zum Update können Anwälte auch andere Lösungen anbieten.


 

Stilllegung des Fahrzeugs

Wird das verpflichtende Update nicht aufgespielt, droht die Stilllegung des Fahrzeugs. Alle betroffenen Autobesitzer bekommen eine schriftliche Mitteilung, mit der sie aufgefordert werden, das Software Update vornehmen zu lassen. Folgt man der Aufforderung nicht, droht die Entziehung der Betriebserlaubnis durch die Zulassungsbehörde. Der Wagen darf dann nicht mehr benutzt werden. Als Lösung kann man den Wagen nur noch verkaufen.


Wertverlust

Auch wenn man das Software Update vornehmen lässt, droht ein Wertverlust des Fahrzeugs. Denn der Markt hat in das Fahrzeug nur noch wenig Vertrauen. Die Unsicherheit führt automatisch zu einem sinkenden Marktwert. Die Wertminderung ist gleichzeitig der Schaden, den der Autobesitzer tragen muss. Eine Lösung besteht darin, den Wagen zu behalten und den Autohersteller auf Schadensersatz für den Minderwert zu verklagen.


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Fahrverbot in Städten und ländlichen Umweltzonen

Mit dem Volkswagen und Audi Abgasskandal ist auch die Debatte um Diesel Fahrverbote in Städten und die Schaffung von Umweltzonen auf dem Land neu entfacht. Die Diesel Fahrverbote betreffen allerdings nicht nur Besitzer eines VW oder Audi mit Schummel Software, sondern auch Besitzer von Diesel Fahrzeugen anderer Marken. Auch diese mittelbar betroffenen Autobesitzer können sich bei Fragen rund um ihr Auto und Fahrverbote von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Unter bestimmten Bedingungen kann ein Rechtsanwalt für die betroffenen Autobesitzer bei Gericht eine Klage einreichen. Im günstigsten Fall gibt der Käufer den Wagen zurück und bekommt im Gegenzug den Kaufpreis zurückerstattet.


Wie können Betroffene im Audi Abgasskandal vorgehen?

Wer eines der oben genannten Diesel Fahrzeuge von Audi besitzt, hat mehrere Möglichkeiten, um im Audi Abgasskandal seine Ansprüche durchzusetzen. Die Optionen für Diesel Besitzer bestehen aus:

Rückabwicklung des Vertrags oder Neuwagen
Auto behalten und Schadensersatz einklagen
Jocker-Lösung Widerruf von Kredit- und Leasingverträge


Rückabwicklung des Kaufvertrags oder Neuwagen

Diese Variante ist für Betroffene im Audi Abgasskandal vermutlich die beste von allen Optionen. Damit sparen sich die Geschädigten die Probleme mit dem KBA und der Zulassungsbehörde. Auch die Sorge um den Wertverlust ist mit dieser Variante erledigt und die Diesel Fahrverbote betreffen einen ebenfalls nicht. 

Im Abgasskandal gegen Volkswagen wurden bereits viele Klagen bei Gericht eingereicht und zur Freude der Geschädigten urteilten viele Gerichte in deren Sinne. Sie gaben den Wagen zurück und bekamen dafür den Kaufpreis erstattet. Für die gefahrenen Kilometer wurde ein Nutzungsentgelt abgezogen. 

Die Erfahrung aus den Klagen gegen Volkswagen zeigt aber auch, wie wichtig eine anwaltliche Beratung und Vertretung vor Gericht ist. Auch wenn die Ausgangssituation gut ist, müssen Formalitäten eingehalten werden. Ein Rechtsanwalt bietet mit seinem Wissen und seiner Erfahrung sehr gute Chancen auf einen positiven Ausgang des Gerichtsverfahrens im Sinne betrogener Kunden.


Auto behalten und Schadensersatz fordern

Eine andere Möglichkeit ist, den Wagen zu behalten und die entstandene Wertminderung als Schaden einzuklagen. Der Schaden im Audi Abgasskandal schlägt sich zunächst im Vermögen der Autobesitzer nieder. Durch ein Gerichtsurteil soll der Schaden auf den Autohersteller abgewälzt werden, indem der Autohersteller zur Zahlung der Wertminderung an den Autobesitzer verpflichtet wird. Bei Erfolg würde der Kläger den Wagen behalten und für die Wertminderung eine Ausgleichszahlung erhalten. Wirtschaftlich betrachtet hat der Autobesitzer danach keinen Schaden mehr.

Ob diese Variante gegenüber der Rückabwicklung die bessere ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Denn in einem solchen Fall muss der Autobesitzer der Anordnung des KBA folgen und das Software Update aufspielen lassen, da ansonsten die Stilllegung droht. Daher muss zunächst die Frage beantwortet werden, ob das Diesel Fahrzeug für das Software Update kompatibel ist. Auch ein mögliches Fahrverbot in Städten und in Umweltzonen und der damit verbundene Mobilitätsverlust muss bei der Erörterung berücksichtigt werden.


Jocker-Lösung Widerruf Kredit- und Leasingverträge

Immer mehr Diesel Autos werden fremdfinanziert, zum Beispiel mit einem Autokredit oder durch Leasing. Wer seinen Wagen nicht in bar bezahlt hat, sondern sich einer Finanzierung bedient hat, hat gute Chancen sich seines ungeliebten Diesel Fahrzeugs auf diese Weise zu entledigen. Diese Variante wird als Jocker-Lösung bezeichnet, da sie nicht nur für unmittelbar vom Audi Abgasskandal betroffene Personen interessant ist. Sie ist für alle Personen interessant, die ein Fahrzeug gekauft haben. Auf den konkreten Hersteller kommt es nicht an. Auch Käufer eines Autos mit Benzinmotor können diese Variante für sich nutzen.

Die Basis für die Klage bietet in diesem Fall nicht eine illegale Software oder ein anderer Sachmangel am Fahrzeug, sondern ein Fehler in der Widerrufsbelehrung zum Kreditvertrag. Diese Möglichkeit wurde auch schon von Bauherren genutzt, um die alte Baufinanzierung loszuwerden und gegen eine neue mit kleineren Zinsen umzuschulden. Ob der Kredit- oder Leasingvertrag einen Anhaltspunkt für eine Klage bietet, kann ein Anwalt nach Durchsicht der Verträge prüfen. Sind die Voraussetzungen gegeben, können Kunden vor Gericht ihr Recht erkämpfen. Ziel ist es, den Wagen zurückzugeben und im Gegenzug die geleisteten Zahlungen rückerstattet zu bekommen.


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