Betroffene Fahrzeuge im Diesel-Abgasskandal: Modelle und Motoren
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Vom Abgasskandal betroffene Fahrzeuge und Motoren

Mit Bekanntwerden des Abgasskandals fand die Mär der sauberen Dieselfahrzeuge am 18. September 2015 ihren schlagartigen Wendepunkt. Dieselfahrzeuge zählten lange zu den beliebtesten PKW‘s auf Deutschlands Straßen. Die Gründe lagen auf der Hand: lange Lebensdauer, geringer Treibstoffverbrauch und nicht zuletzt die vermeintlich niedrigen Abgaswerte. Wie eine Bombe schlug deshalb am Vormittag des 18. September 2015 eine über die Nachrichtenticker laufende Meldung der US-Umweltbehörde EPA ein, in der öffentlich bekanntgemacht wurde, dass die Volkswagen AG eine illegale Abschalteinrichtung (defeat device) in der Motorsteuerung ihrer Dieselfahrzeuge verwendet.

Nachdem sich die öffentlichen Bekanntmachungen zunächst auf den Wolfsburger Automobilhersteller fokussierten, hielt man die Geschehnisse für einen dreisten Einzelfall. Durch die behördlichen Ermittlungen im Laufe der Jahre auf viele weitere Fahrzeugproduzenten erweitert wurden, wurde offensichtlich, dass es sich um einen strukturellen Skandal der Automobilbranche handelte. Mittlerweile ist bekannt, dass nahezu alle deutschen und europäischen Automobilhersteller Fahrzeuge gebaut haben, die vom Abgasskandal betroffen sind.

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Mit VW fing im Jahr 2015 alles an. Die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) deckte auf, dass der Konzern die Emissionswerte zahlreicher Dieselfahrzeuge mit einer eigens entwickelten Software manipulierte.

Die spezielle Motorsteuerungssoftware erkennt, ob sich das jeweilige Fahrzeug im alltäglichen Fahrbetrieb oder aber auf einem Prüfstand zur Abgasmessung befindet. Nur auf dem Prüfstand wird die jeweilige Euro-Abgasnorm eingehalten. Auf der Straße jedoch sind die Emissionen erheblich höher.

So stellte die Volkswagen AG sicher, dass im Prüfbetrieb die Stickoxidwerte innerhalb der vorgeschriebenen Grenze liegen und die Fahrzeuge dennoch eine EU-Typengenehmigung erhalten konnten. Im realen Fahrbetrieb schaltet sich die Abgasrückführeinrichtung allerding entweder aus oder verringert ihre Arbeit. Betroffen sind die Motoren EA189 und EA288, welche in folgenden Fahrzeugen verbaut wurden:

Hersteller
Motor
Modell
Volkswagen EA189/EA288 Amarok, Arteon, Beetle, Caddy, Crafter, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, T5
Amarok, Beetle, Caddy, Eos, Golf, Jetta, Passat, Polo, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, T-Roc, T6
Seat EA189/EA288 Alhambra, Altea, Ateca, Exeo, Ibiza, Leon, Tarraco, Toledo
Škoda EA189/EA288 Fabia, Karoq, Kodiaq, Octavia, Rapid, Roomster, Superb, Yeti

Seit 2017 ist bekannt, dass die von Audi selbst hergestellten Dieselmotoren 3.0 V6 TDI und 4.2 V8 TDI, jeweils mit der Abgasnorm Euro 6, ebenfalls manipuliert wurden. Neben dem Audi A4, A5, A6, A7 und A8 sind auch einige Modelle von Porsche und Volkswagen mit diesen Motoren ausgestattet.

Vom Abgasskandal betroffen können diese Motoren und Modelle sein:

Hersteller
Motor
Modell
Audi EA189/EA288 A3, A4, A6, Q3, Q5
3.0 A7, A8, SQ5, Q7, SQ7
4.2 A8, Q7, SQ7, SQ8

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Auch Porsche ist vom Abgasskandal betroffen. Die Sportwagentochter des Volkswagen-Konzerns ist wie andere Hersteller ebenfalls in den Manipulationssoftware-Skandal verstrickt. Zahlreiche Porschefahrer müssen mit einem Rückruf ihres Fahrzeugs durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rechnen.

In sämtlichen Dieselfahrzeugen des Sportwagenherstellers ist ein von Audi entwickelter Motor verbaut, bei dem eine Manipulationssoftware implementiert wurde. Dass Porsche keine Kenntnis von der Manipulation hatte, ist schwer zu glauben. Auch die zuständige Staatsanwaltschaft gesteht Porsche nicht die Rolle eines ‚Ahnungslosen‘ zu. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Vom Abgasskandal betroffen können diese Motoren und Modelle sein:

Hersteller
Motor
Modell
Porsche 4.2 Cayenne, Macan, Panamera

Nicht nur die Volkswagen AG und BMW haben bei der Abgasmanipulation kräftig mitgemischt, auch Daimler hat seine Finger mit im Spiel. Öffentlich hat Daimler dies bislang zwar noch nicht eingestanden, andererseits laufen jedoch bereits seit März 2017 auch in Deutschland die Ermittlungen gegen den Stuttgarter Autokonzern. Zahlreiche Fahrzeuge von Mercedes-Benz unterliegen einem verpflichtenden oder freiwilligen Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Vom Abgasskandal betroffen können diese Motoren und Modelle sein:

Hersteller
Motor
Modell
Daimler OM 622 Vito 109 CDI, Vito 111 CDI
OM 626 C 180 d/BlueTec, C 200 d/BlueTec
OM 642 CLS 350 d/d 4MATIC/BlueTec/BlueTec 4MATIC, E 300 BlueTec, E 350 d/d 4MATIC/BlueTec/BlueTec 4 MATIC, G 350 d/, GL 350 BlueTec 4MATIC, GLE 350 d 4MATIC, GLS 350 d 4MATIC, ML 350 BlueTec 4MATIC, S 300 h/BlueTec Hybrid, S 350 d/d 4MATIC/BlueTec/BlueTec 4MATIC
OM 651 A 180 CDI/CDI Blue Efficiency, A 200 CDI/d, A 220 CDI/CDI Blue Efficiency/d, B 180 CDI/CDI Blue Efficiency, B 200 CDI/d, B 220 CDI/CDI Blue Efficiency/d, C 180 CDI/CDI Blue Efficiency, C 200 CDI/CDI Blue Efficiency/d, C 220 CDI/CDI Blue Efficiency/BlueTec/d, C 250 CDI/CDI Blue Efficiency/d, C 300 BlueTec Hybrid/C 300 h, CLA 200 CDI/d, CLA 220 CDI, CLS 220 BlueTec/d, CLS 250 CDI/CDI Blue Efficiency/BlueTec/d, E 200 CDI/CDI Blue Efficiency/d, E 220 CDI/CDI Blue Efficiency/BlueTec, E 250 CDI/CDI Blue Efficiency/BlueTec, E 300 BlueTec Hybrid, GLA 200 CDI/d, GLA 220 d, GLC 250 d, GLK 200 CDI, GLK 220 CDI, GLK 250 CDI, ML 250 CDI, S 250 CDI, S 300 Hybrid, SLK 250 CDI, Sprinter 210 CDI/310 CDI/510 CDI, V 220 CDI, V 250 CDI, Viano 2.0 CDI, Viano 2.2 CDI, Vito 110 CDI, Vito 113 CDI, Vito 116 CDI
OM 607 A 160 CDI/d, A 180 CDI/d/d Blue Efficiency, B 160 CDI, B 180 CDI/d/d Blue Efficiency, Citan 108 CDI, Citan 109 CDI, Citan 111 CDI, GLA 180 CDI/d

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Als einer der „Big Five“ unter den deutschen Fahrzeugherstellern sind auch bei BMW Dieselmotoren vom Abgasskandal betroffen. Zwar betont der Konzern stets, dass er keine Motoren manipuliert habe; allerdings gibt es Hinweise darauf, dass der Konzern in den Abgasskandal verwickelt ist.

Festgestellt wurden die Manipulationen durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Bei einer Überprüfung der Fahrzeugtypen BMW 750 – 3.0 Diesel (Euro 6) und BMW M550/Limousine und Touring – 3.0 Diesel (Euro 6) hatte die Behörde unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt. Betroffen sind derzeit rd. 11.400 Fahrzeuge.

Mit Bescheid vom 13.03.2018 hatte das KBA BMW aufgefordert, bei den vorgenannten Fahrzeugtypen die vorhandenen unzulässigen Abschalteinrichtungen per Softwareupdate zu entfernen, um die Vorschriftsmäßigkeit der Fahrzeuge wiederherzustellen. Betroffen können diese Motoren und Modelle sein:

Hersteller
Motor
Modell
BMW N47 114d, 116d, 118d, 120d, 125d 218d, 220d, 225d, 316d, 318d, 320d, 325d, 418d, 420d, 425d, 518d, 520d, 520d GT, 525d, X1 sdrive 16d, X1 18d, X1 20d, X1 xDrive 20d, X1 xDrive 25d, X3 20d, X3 xDrive 20d, X5 xDrive 25d
N57 325d, 330d, 335d xDrive, 335d xDrive GT, 430d, 435d xDrive, 525d, 530d, 530d GT, 535d, 535d xDrive, 535d GT, 535d xDrive GT, M550d xDrive, 640d, 730d, 730Ld, 740d, 740Ld xDrive, 750d xDrive, X3 xDrive 30d, X3 xDrive 35d, X4 xDrive 30d, X4 xDrive 35d, X5 xDrive 30d, X5 xDrive 40d, X5 M50d, X6 xDrive 30d, X6 xDrive 40d, X6 M50d
B47 118d, 120d, 125d, 218d, 220d, 220d xDrive, 225d, 316d, 318d, 318d xDrive, 318d GT, 320d, 320d xDrive, 320d xDrive GT, 325d, 418d, 420d xDrive, 425d, 518d, 520d, 525d, 620d, X1 20d, X1 25d, X2 sDrive 18d, X2 xDrive 20d, X2 xDrive 25d, X3 18d, X3 20d, X3 25d, X4 20d, X4 25d, x5 25d

Nach Volkswagen, Mercedes und BMW werden nun auch gegen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und Iveco Vorwürfe der Abgasmanipulation erhoben. Davon betroffen sind zuvorderst Wohnmobile, die den Fiat Ducato als Plattform nutzen. Im Sommer 2020 ließ die Staatsanwaltschaft Frankfurt a. M. wegen des Anfangsverdachts des Betrugs die Büroräume von FCA in Deutschland, Italien und der Schweiz durchsuchen.

Bei den monierten Ducato-Motoren soll eine zeitgesteuerte Abschalteinrichtung verbaut worden sein, die auf der Straße deutlich mehr Schadstoffe ausstößt, als auf dem Prüfstand angezeigt werden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied im Dezember vergangenen Jahres in einem wegweisenden Urteil darauf, dass Abschalteinrichtungen, deren primärer Zweck darin besteht, den Schadstoffausstoß im Testbetrieb zu senken, als illegal einzustufen sind: und zwar losgelöst von der angewandten Methode.

Egal, ob Kopplung an den Fahrzyklus oder Thermofenster: All diese Verfahren sind ab sofort unterschiedslos als manipulative Eingriffe in die Abgassteuerung anzusehen (Az: C-693/18). Fahrzeuge mit einer derartigen Abschalteinrichtung sind auf dem gemeinsamen Markt nicht genehmigungsfähig. Daher drohen Käufern der betroffenen Fahrzeuge nun Fahrverbote oder Stilllegungen.

Bisher konnte eine Klagewelle gegen Fiat und Iveco verhindert werden. Die EU-Kommission ermittelt jedoch bereits gegen Italien, da die zuständigen Behörden die manipulierten Fahrzeuge von Fiat und Iveco nicht zurückrufen. Italien ist für die Zulassung und damit auch für die Rückrufe von Fiat-Fahrzeugen verantwortlich. Betroffen können diese Motoren und Modelle sein:
Hersteller
Motor
Modell
Fiat 1,3 Liter Multijet 500X, 500L, Panda, Tipo
1,3 Liter 16V Multijet 500, 500L, Panda, Punto
1,6 Liter Multijet 500L, 500X, Punto, Tipo
2,0 Liter Multijet 500X, Doblò, Ducato

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