Diesel-Affaire: Portal für VW-Whistleblower initiiert

Schadenersatz für VW-Aktionäre

 

Bislang behauptet Volkswagen, dass nur einige Mitarbeiter über die Manipulationen an Dieselfahrzeugen informiert waren, während die Konzernspitze sehr spät von den Vorgängen erfuhr. Unsere Kanzlei, die Informationen eines Insiders einsah, geht von mehr als eintausend Eingeweihten aus. Daher suchen baum reiter & collegen nach weiteren Whistleblowern.
Derzeit hält das Schweigegelübde, das sich auch gegen den möglichen Schadenersatz für VW-Aktionäre richtet. Weder die aktuelle Konzernführung noch der ehemalige Vorstandsvorsitzende Winterkorn wollen vor Aufdeckung des VW-Skandals informiert gewesen sein. Um die realen Geschehnisse zu beweisen, entstand eine Plattform für Whistleblower, die die Manipulationen bei Volkswagen aufdecken möchten.
Vorab leitete ein VW-Mitarbeiter, der sich an die in den Niederlanden aktive Stiftung Volkswagen Car Claim wandte, Informationen weiter. Julius Reiter, ein Gründungspartner unserer Kanzlei, fasst ihren Inhalt zusammen: „Wir haben erfahren, dass mehr als tausend Menschen im VW-Konzern Bescheid wussten.“ Es sei falsch, dass „nur einige wenige“, wie von VW behauptet, über die Vorgänge informiert waren.

VW-Sammelklage

 

baum reiter & collegen vertritt über 2.000 Klienten, die als Aktionäre von Diesel-Skandal betroffen sind. Derzeit prüft unsere Kanzlei die Möglichkeit einer VW-Sammelklage, um Schadenersatz für VW-Aktionäre einzufordern. Außerdem sind wir eine rechtliche Vertretung der Volkswagen Car Claim, die die Interessen von mehr als 180.000 Betroffenen vertritt.
In den Niederlanden geht die Institution rechtlich gegen VW, den Zulieferbetrieb Bosch sowie lokale Vertriebspartner vor. Die Stiftung fordert rund vier Milliarden Euro Wiedergutmachung. Ihrer VW-Sammelklage schlossen sich rund 20.000 Deutsche an, was nach niederländischem Recht zulässig ist.
Zur Sicherung von Beweismaterialien, durch die sich Chancen auf Schadenersatz für VW-Aktionäre erhöhen, richtete unsere Kanzlei eine Anlaufstelle für Whistleblower ein. In Zusammenarbeit mit Gansel Rechtsanwälte besteht die Möglichkeit, sensible Informationen anonym weiterzuleiten. Als persönlicher Ansprechpartner stellte sich der ehemalige Innenminister Gerhard Baum zur Verfügung.
Über das Portal sammeln wir weitere Beweise, die den Verdachts des Betruges erhärten sollen. Es geht um bald endende Fristen, die sich durch neue Informationen verlängern können. Schließlich verjähren die Ansprüche gegen VW-Händler schon 2017. Ein Jahr darauf folgt die Verjährung für den VW-Konzern, was den Schadenersatz für VW-Aktionäre auf dem Klagewege verhindert.
Derweil berichtet die BILD am Sonntag, dass VW-Vorstandsvorsitzender Winterkorn über die Vorgänge im Konzern informiert war. Er habe mindestens zwei Monate vor Bekanntwerden von den Manipulationen erfahren. Dies würden Zeugenaussagen, FBI-Berichte sowie interne Präsentationen und E-Mails beweisen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.vw-verhandlung.de/

Abgasmanipulation: Urteil auf EU-Normbasis eröffnet Perspektiven für VW-Kunden

Schadenersatz für VW-Aktionäre

 

Trotz der erwiesenen Abgasmanipulationen bei VW-Dieselautos ist bislang juristisch Schadenersatz nur für VW-Aktionäre denkbar. Ein aktuelles Urteil vom Landgericht (LG) Kleve eröffnet jedoch Perspektiven auch für Kunden, mit einer VW-Sammelklage erfolgreich zu sein. Das prinzipiell Neue an der Rechtsprechung des LG Kleve am 31. März 2017 ist die Berufung auf die Euro Norm 2707. Damit urteilen Richter erstmalig auf der Grundlage einer europarechtlichen Norm. Sie werfen dem VW-Konzern vor, verstoßen zu haben gegen ,,das Verbot von Inverkehrgabe und Handel ohne gültige Bescheinigung“ und „die Pflicht zur Erteilung einer gültigen Bescheinigung“.

Urteil mit Folgen

Juristen gehen davon aus, dass dieses Urteil vom LG Kleve nicht nur Schadenersatz für VW-Aktionäre ermöglicht. Es eröffnet auch den Kunden Erfolgsperspektiven für eine VW-Sammelklage. Die Grundlage dafür liegt in dem gerichtlich festgestellten Verstößen gegen europarechtliche Normen. Zugrunde liegt der Fall des Klägers, der einen VW-Golf Variant Match 1,6 TDI kauft. Er besitzt mit dem Motor vom Typ EA 189 ein abgasmanipuliertes Bauteil. Der Kläger tritt vom Kauf zurück, fordert Schadenersatz vom Hersteller und das LG Kleve spricht ihm Anspruch auf Schadloshaltung zu. Die Begründung lautet: Der von VW begangene Verstoß gegen das Verbotsgesetz hat Einfluss auf das Kaufverhalten des Klägers, weil der Motor ein zentraler Bestandteil dieser Entscheidungsfindung ist. Das Gericht nimmt auch den VW-Vorstand in die Pflicht: Er habe die Abgasmanipulation angeordnet oder zumindest „abgesegnet“. Ob das Urteil eine Haftung ermöglicht, die über den Schadenersatz für VW-Aktionäre hinausgeht, muss sich zeigen.

Händler mitschuldig

Auch der Händler des Fahrzeuges wurde verklagt, weil das KFZ des Klägers bei Gefahrübergang als mangelhaft einzustufen ist. Das ist noch ein Aspekt, der über möglichen Schadenersatz für VW-Aktionäre hinausgeht. Hintergrund dafür ist, dass der Konzern in Zusammenarbeit mit dem Verkäufer eine bestimmte Frist einzuhalten hat, um das Problem zu lösen. Während VW die Software-Aktualisierung bereits im November bereitstellt, bietet der Verkäufer die Nachbesserung erst deutlich verspätet an. In der Konsequenz des Urteils bekommt der Kläger den Kaufpreis – abzüglich der Nutzungskosten – zurück. In diesem Verfahren sehen Juristen gute Perspektiven für eine VW-Sammelklage der geschädigten Kunden.

 

 

Verjährungsfristen fordern neue Vorgehensweisen im VW-Abgasskandal

VW-Sammelklage

 

Volkswagen argumentiert, dass nur wenige Mitarbeiter von den Manipulationen an den Dieselfahrzeugen wussten und dass die Konzernleitung sogar sehr spät davon erfahren hat. Baum Reiter & Collegen geht allerdings von vielen tausend Wissenden aus – und ist auf der Suche nach den Whistleblowern zur Unterstützung der VW-Sammelklage.

Der VW-Konzern hält weiter an der These, dass nur wenige Mitarbeiter und die Konzernspitze sehr spät nach der Aufdeckung des Skandals von diesem erfahren haben. Unsere Kanzlei will im Verbund mit anderen aufklären, ob dies der Wahrheit entspricht. Dazu soll eine Plattform Whistleblower ermuntern, ihr wahres Wissen zu veröffentlichen.

Julius Reiter, Gründungspartner von Baum Reiter & Collegen argumentiert, dass über tausend Menschen im VW-Konzern über die Vorgehensweisen informiert waren. Diese Informationen stammen von einem Internen des Konzerns, der sich damit an die niederländische Stiftung namens Stichting Volkswagen Car Claim gewandt hat, die wiederum die VW-Sammelklage Schadenersatz für VW-Aktionäre stützt.

Unsere Kanzlei vertritt über 2000 Betroffene vom Dieselskandal des VW-Konzerns und die niederländische Stiftung, die für 180.000 Betroffene Kunden – darunter 20.000 Deutsche – gegen VW wie auch Bosch und die niederländischen Händler in den Niederlanden stellvertretend die VW-Sammelklage erhebt.

Beweismittelsammlung

Damit der Beweismittel gesichert werden können, hat unsere Kanzlei gemeinsam mit den Gansel Rechtsanwälten eine Anlaufstelle für Whistleblower online errichtet, um das Schweigen im Skandal zu durchbrechen. Die Bearbeitung von Dokumenten, Verträgen oder Datenbankauszügen erfolgt vertraulich. Dazu steht Gerhard Baum als ehemaliger Bundesminister als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Die Plattform soll Beweise zur Betrugsverdachtserhärtung liefern und zudem sollen drohende Verjährungen unterbrochen werden, die gegen VW-Händler zum Ende 2017 und gegen den VW-Konzern zum Ende 2018 stattfinden.

Neue Medienberichte haben Zweifel an Arumentationen des VW-Konzerns bewirkt, dass erst nach dem Aufdecken des Skandals im September 2015 die Konzernspitze von den manipulierten Stickoxidwerten erfahren habe. Berichte der „Bild am Sonntag“ besagen, dass VW-Chef Martin Winterkorn bereits zwei Monate vor der Veröffentlichung des Skandals von den Manipulationen gewusst hat, was aus Zeugenbefragungen, FBI-Berichten und internen E-Mail und Präsentationen hervor geht und Wege für die VW-Sammelklage Schadenersatz für VW-Aktionäre ebnet.

Volkswagen Car Claim stellt gegenüber dem VW-Konzern vier Milliarden Schadenersatz als Forderung für Geschädigte, die gemäß niederländischem Recht auch innerhalb einer VW-Sammelklage erhoben werden können und auch für ausländische VW-Käufer Zutritt zur VW-Sammelklage gewähren.

VW-Sammelklage: Anleger können Ansprüche bis zum 8. September anmelden

Schadenersatz für VW-Aktionäre

Als die amerikanische Umweltbehörde am 18. September 2015 ihre Ermittlungen zum Abgasskandal öffentlich machte, stürzten die Volkswagen-Aktien ab. Angesichts des Kurseinbruchs stellt sich die Frage nach einem Schadenersatz für VW-Aktionäre. Wusste die Konzernleitung nämlich schon vor dem 18. September 2015 von den Abgasmanipulationen und den entsprechenden Ermittlungen, hat sich Volkswagen einer Verletzung der Ad-hoc-Publizitätspflicht schuldig gemacht. In diesem Fall muss das Unternehmen den betroffenen Anlegern die Kursverluste ersetzen.

Musterverfahren eröffnet
1.500 Aktionäre nehmen deshalb an einem Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) – einer Art VW-Sammelklage – teil. Sie haben ihre Klagen individuell beim Landgericht Braunschweig eingereicht. Das Landgericht hat die Einzelverfahren ausgesetzt und die Sache dem Oberlandesgericht Braunschweig zur Durchführung eines Musterprozesses vorgelegt. Am 8. März 2017 hat das Oberlandesgericht das Pilotverfahren eröffnet. Es hat unter den Klägern die Deka Investment GmbH, eine Fondsgesellschaft der Sparkassen-Gruppe, als Musterklägerin ausgewählt. Anfang nächsten Jahres findet die mündliche Verhandlung statt.

Präjudizwirkung des Pilotverfahrens
Das KapMuG-Verfahren wird klären, ob Volkswagen, verpflichtet ist, Schadenersatz für die VW-Aktionäre zu zahlen. Denn das Landgericht Braunschweig ist bei der Entscheidung der ausgesetzten Einzelverfahren an den Ausgang des Pilotprozesses gebunden. Und für spätere Verfahren von Aktionären, die nicht an der VW-Sammelklage teilgenommen haben, hat die Musterentscheidung oder ein im Rahmen des Musterprozesses geschlossener Vergleich Präjudizcharakter.

Ohne Anmeldung droht Verjährung
Kleinanleger sind daher gut beraten, zunächst abzuwarten, ob das Oberlandesgericht Volkswagen im KapMuG-Verfahren zum Schadenersatz für VW-Aktionäre verurteilt. Danach lässt sich das Kostenrisiko einer eigenen Klage besser abschätzen. Um zu verhindern, dass ihre Schadenersatzansprüche zwischenzeitlich verjähren, können die an der VW-Sammelklage nicht beteiligten Aktionäre diese beim Oberlandesgericht Braunschweig anmelden. Sobald die Anmeldung zugestellt ist, steht der Lauf der Anspruchsverjährung bis zum Abschluss des Pilotverfahrens still. Doch aufgepasst: Die Anmeldefrist dauert bloß sechs Monate. Sie begann mit der Eröffnung des Musterprozesses und endet am 8. September 2017.

Rechtzeitig einen Anwalt konsultieren
Da nur Rechtsanwälte die Anmeldung vornehmen dürfen, empfiehlt es sich, rasch eine kompetente Anwaltskanzlei aufzusuchen. Baum · Reiter & Collegen steht geschädigten VW-Aktionären gerne zur Seite. Für eine erste Einschätzung der Sachlage erhebt die Fachkanzlei ebenso wenig Gebühren wie für das Einholen der Deckungszusage bei der Rechtsschutzversicherung.

Baum · Reiter & Collegen
Das erfahrene Rechtsanwaltsteam um Gerhart Baum, Bundesinnenminister a. D., und Professor Julius Reiter ist bundesweit führend auf dem Gebiet des Kapitalanlegerschutzes. Seine Expertise im Bank- und Kapitalmarktrecht wird durch das Best-Lawyers-Ranking des Handelsblatts bestätigt.

 

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.vw-verhandlung.de

Manipulierte Fahrzeuge verstoßen gegen europarechtliche Normen

Hier urteilte das Landgericht Kleve für einen Käufer

 

Der Abgasskandal von VW ist seit September 2015 gemeinsam mit der VW-Sammelklage im Zusammenhang mit dem Schadenersatz für VW-Aktionäre eines der vorherrschenden Themen in den Medien. Am 31.03.2017 erfolgte nun ein Urteil durch das Landgericht Kleve gegen den VW-Konzern aufgrund einer europarechtlichen Norm, in dem ein Autofahrer gegen den VW-Konzern geklagt hatte. Das LG Kleve wirft dem Konzern einen Verstoß „gegen das Verbot von Inverkehrgabe und Handel ohne gültige Bescheinigungen“ nach §27 Abs.1 EG-FGV sowie einen Verstoß „gegen die Pflicht zur Erteilung einer gültigen Bescheinigung“ nach §6 Abs.1 EG-FGV vor.

Im Urteil hatte der Einzelkläger – die VW-Sammelklage gilt nämlich nur für Schadenersatz für VW-Aktionäre – einen Rücktritt von Kaufvertrag und Schadenersatz von VW gefordert, da er einen Golf Variant Match 1.6 TDI mit Motor EA 189 gekauft hatte, in dem wiederum der Motor im Zuge des Abgasskandals manipuliert war. Der Kläger bekam Recht. Gemäß LG Kleve beansprucht der Kläger eine Schadloshaltung, da der Verstoß gegen das Verbotsgesetz sich auf das Kaufverhalten des Klägers ausgewirkt hat, denn der Motor gilt als wichtiger Bestandteil des gekauften Pkw. Auch der VW-Vorstand wurde kritisiert, denn Entscheidungen werden gemäß Argumentation des LG Kleve vom Konzern angeordnet oder abgesegnet.

Auch der Händler wurde verklagt, denn das Fahrzeug wurde bei Gefahrübergang gemäß §434 BGB als mangelhaft eingestuft und der Konzern hätte mit dem Händler innerhalb einer Frist die Problembeseitigung vornehmen müssen. Obwohl die Softwareaktualisierung seitens VW im November bereitgestellt wurde, erhielt der Käufer vom Händler das Angebot zur Nachbesserung sehr viel später. Dem Käufer wurde der Kaufpreis abzüglich der Nutzungskosten zurückgezahlt.

Es wird davon ausgegangen, dass das Urteil dem Abgasskandal neuen Auftrieb gibt und VW-Kunden haben größere Chancen auf Schadenersatz gegen den Konzern, müssen aber anders als beim Schadenersatz für VW-Aktionäre Einzelklagen einreichen.

Schadenersatz für VW-Aktionäre durch VW-Sammelklage ist möglich

Baum Reiter & Collegen haben eine Spitzenposition innerhalb der bundesweit agierenden Kanzleien im Kapitalanlegerschutz. Dazu ist die Kanzlei auf die Umsetzung der Rechte von Betroffenen von Massenschadenfällen ausgerichtet und vertritt in diesem Zusammenhang mit dem VW-Abgasskandal zahlreiche Aktionäre und Autofahrer.

Schadensersatz für VW-Aktionäre: Frist endet bald!

VW-Sammelklage

 

VW Aktionäre fordern wegen hohen Kursverlusten Schadensersatz für VW-Aktionäre, seit im September bekannt wurde, dass in den USA an VW Dieselmotoren manipuliert wurde. Volkswagen kam seiner gesetzlichen Informationspflicht nicht nach, obwohl Aktionäre laut Gesetz informiert werden müssen, wenn gewisse Umstände den Aktienkurs beeinflussen könnten. Inzwischen verloren Volkswagen Papiere über 40 Prozent an Wert.

Das Oberlandesgericht Braunschweig eröffnete nun formell am 08. März 2017 gegen die Volkswagen AG das KapMuG Verfahren. Zum Musterkläger bestimmte der 3. Zivilsenat die Sparkassen Fondstochter Deka Investment GmbH., die durch die TILP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertreten wird. Mit der Bekanntmachung der Entscheidung des Musterverfahrens wurden alle weiteren Kläger beigeladen. Einen Termin für die mündliche Verhandlung wird vom Senat etwa in den nächsten drei Monaten bekannt gegeben.

Anmeldung nur noch kurz möglich!

Für Anleger sowie Investoren die noch keine Klage gegen Volkswagen angestrebt haben, startet mit Bekanntmachung des Musterklägers eine sechsmonatige Frist zur Anmeldung zum KapMuG Verfahren. Während dieser Frist müssen Sie sich durch einen Rechtsanwalt gerichtlich registrieren. Damit haben unter anderem auch kleinere Anlege eine kostengünstige Alternative, um ihre entstandenen Schäden bei einer VW-Sammelklage geltend zu machen. Vorteil ist, dass sie erst einmal abwarten können, wie das Verfahren endet. Denn durch die Anmeldung besteht nicht das Risiko einer Verjährung ihrer Ansprüche. Ohne eine Klage erheben zu müssen, hemmt das Musterverfahren eine Verjährung bis zu seinem Abschluss. Die Entscheidung wirkt nur rechtlich für den Musterkläger, die Beigeladenen und den Musterbeklagten bindend. Entscheidet das Gericht zu Gunsten des Klägers, wird diese Entscheidung oder Vergleich auf Geschädigte, die sich angemeldet haben, bei einer eventuellen VW-Sammelklage übertragen.

 

Weitere Informationen unter https://www.vw-verhandlung.de

 

VW-Sammelklage

Nach Eröffnung des Musterverfahrens läuft Anmeldefrist für Aktionäre

Der VW Dieselskandal hat fatale Folgen für den Aktienkurs von Volkswagen gehabt. Mehr als 40 % des Wertes wurden bisher infolge der bekanntgewordenen Manipulationen an den Dieselmotoren vernichtet. Auch viele kleine Aktionäre sind davon betroffen und haben große Verluste erlitten. Gleichzeitig scheuen viele Kleinaktionäre das Kostenrisiko für eine Klage.

OLG Braunschweig eröffnet kostengünstigen Weg für Kleinaktionäre

Mit der Eröffnung des KapMuG – Verfahrens gegen Volkswagen hat das Oberlandesgericht Braunschweig am 08.03,2017 auch vielen Kleinaktionären jetzt einen Weg zu einer VW Sammelklage ohne Kostenrisiko freigemacht. Weil das OLG Braunschweig die Sparkassen – Fondstochtergesellschaft Deka Investment GmbH zur Musterklägerin in dem Verfahren bestimmt hat, können sich auch viele betroffene Kleinaktionäre kostenlos an dem Verfahren wie an einer VW Sammelklage gegen Volkswagen beteiligen. Dabei tragen sie zum jetzigen Zeitpunkt kein Kostenrisiko, weil sie sich lediglich innerhalb von 6 Monaten anmelden müssen. Ihr Verfahren wird dann aber zurückgestellt, so dass keiner der Kleinaktionäre selbst eine kostspielige Klage einreichen muss. Kosten für die Klage fallen nur für die Musterklägerin an, die sich von einer Rechtsanwaltsgesellschaft vertreten lässt.

Durch die Anmeldung zum Verfahren können auch Kleinaktionäre ohne Kostenrisiko sicherstellen, dass ihre Ansprüche gegen Volkswagen nicht verjähren. Sollte es in dem Musterverfahren gegen Volkswagen einen Erfolg oder einen Vergleich geben, kann dieser auch auf die Forderungen derjenigen übertragen werden, die nicht als Kläger oder Beigeladene am Verfahren teilgenommen haben, aber quasi eine VW-Sammelklage über die kostenlose Anmeldung betreiben.

Anmeldefrist unbedingt beachten

Ganz wichtig ist dabei, dass die Anmeldefrist von nur 6 Monaten unbedingt beachtet werden muss. Die Ansprüche gegen Volkswagen sind darin begründet, dass Volkswagen seine Mitteilungspflichten gegenüber den Aktionären nicht erfüllt hat. Den dadurch entstandenen Schaden muss der Konzern den Beteiligten einer VW-Sammmelklage nach Argumentation der Kläger ersetzen. Eine Anmeldung für die quasi VW-Sammelklage kann nur durch einen Rechtsanwalt erfolgen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.vw-verhandlung.de/

VW-KapMuG-Verfahren: Anmeldefrist endet Anfang September

Im Herbst 2015 deckte die amerikanische Umweltbehörde EPA auf, dass Volkswagen die Abgaswerte gewisser Dieselmotoren gezielt manipuliert hatte. Danach brachen die Aktienkurse des Autoherstellers um bis zu 40 Prozent ein. Mit großer Wahrscheinlichkeit wusste die Konzernspitze bereits vorher von den Abgasmanipulationen. Trifft dies zu, hat Volkswagen die Ad-hoc-Meldepflicht des Wertpapierhandelsgesetzes verletzt und muss seinen Anlegern den entstandenen Kursschaden ersetzen.

Musterverfahren zu VW-Sammelklage eröffnet

Rund 1.500 Aktionäre haben daher vor dem Landgericht Braunschweig gegen den Autokonzern geklagt. Ihre individuellen Verfahren wurden zugunsten eines Sammelverfahrens nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) ausgesetzt. Am 8. März 2017 hat das Oberlandesgericht Braunschweig den Musterprozess in der VW-Sammelklage eröffnet. Als Musterklägerin hat es die Deka Investment GmbH, eine Fondsgesellschaft der Sparkassen-Gruppe, ausgewählt. Die anderen Kläger sind als Beigeladene am Pilotverfahren beteiligt.

Anmeldung verhindert Verjährung

Anlegern, die nicht an der VW-Sammelklage teilnehmen, bietet das KapMuG die Möglichkeit, ihre Schadensersatzansprüche gegen Volkswagen beim Oberlandesgericht Braunschweig anzumelden. Die Anmeldung hemmt die Verjährung der Ansprüche bis zum Ausgang des Musterprozesses. Anmelder können mithin getrost abwarten, wie die Musterentscheidung ausfällt, respektive, ob unter den Parteien der VW-Sammelklage ein Vergleich zustande kommt. Nach Abschluss des Musterverfahrens lässt sich besser beurteilen, ob es sich lohnt, ein Prozessrisiko einzugehen. Denn obwohl der Ausgang des Pilotprozesses gegenüber Unbeteiligten keine Bindungswirkung entfaltet, hat er auf den Verlauf späterer Verfahren erheblichen Einfluss.

Anmeldefrist bis zum 8. September

Die Registrierungskosten betragen einen Bruchteil der Anwalts- und Gerichtsgebühren, die bei der Teilnahme an der VW-Sammelklage entstehen. Allerdings ist die Registrierung nur innerhalb der ersten sechs Monate nach Eröffnung des Musterverfahrens möglich. Das bedeutet, dass die Anmeldefrist am 8. September 2017 endet. Zur Registrierung eines Schadensersatzanspruchs (Schadenersatz für VW-Aktionäre) schreibt das Gesetz eine anwaltliche Vertretung vor. Betroffene Anleger sind deshalb gut beraten, zeitnah einen Fachanwalt aufzusuchen, um die Anmeldefrist nicht zu verpassen.

Baum · Reiter & Collegen vertritt geschädigte Aktionäre

Die Kanzlei Baum · Reiter & Collegen vertritt geschädigte VW-Aktionäre bei der Anmeldung zum KapMuG-Verfahren. Eine erste Einschätzung, ob sich ein Schadensersatzanspruch geltend machen lässt, stellt das erfahrene Anwaltsteam ebenso wenig in Rechnung wie die Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung. Baum · Reiter & Collegen zählt zu Deutschlands renommiertesten Fachkanzleien im Bereich des Anlegerschutzes. Der ehemalige Bundesinnenminister Dr. Gerhart Baum hat sich mit seinem unermüdlichen Einsatz für Bürger- und Verbraucherrechte einen Namen gemacht. Prof. Julius Reiter gilt laut dem Best-Lawyers-Ranking des Handelsblatts als einer der führenden Experten im Bank- und Kapitalmarktrecht.

 

Weitere Informationen unter https://www.vw-verhandlung.de

Prof. Dr. Julius Reiter im Stern Interview

Drei Fragen zur Aufarbeitung des Loveparade Unglücks

 

Wie fühlen sich die Opfer sieben Tag nach der Loveparade Katastrophe?

Prof. Dr. Julius Reiter:

Es bewegt Sie immer noch zutiefst. Sie sind jedes Jahr wieder sehr aufgewühlt, das legt sich nur sehr langsam. Ich merke das z. B. daran, dass sie nicht mehr zu Interviews bereit sind, wenn der Tag näher rückt. Sie bleiben in dieser Zeit lieber für sich.

Wünschen Sie deshalb weniger Medienberichte, um die Opfer zu schonen?

Prof. Dr. Julius Reiter:

Nein, gar nicht. Denn eine große Sorge der Angehörigen und Opfer ist, dass die Ereignisse in Vergessenheit geraten, noch bevor sie endgültig aufgeklärt sind. Die Rolle der Veranstalter, der Politik, der Polizei … Die meisten meiner Mandanten sind sehr froh, dass die Medien nicht aufhören, Fragen zu stellen.

 

Worum geht es Ihnen?

Prof. Dr. Julius Reiter:

Vor allem darum, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Ob der Prozess, der in diesem Jahr endlich beginnen soll, alle Fragen wirklich beantworten kann, ist nicht sicher. Die Bereitschaft, das aufzuarbeiten, muss auch aus der Politik kommen – z. B. mit einer Enquetekommission.

 

Quelle: Stern vom 06.07.2017

VW-Musterverfahren: Die Anmeldefrist soll von Anlegern nicht mehr versäumt werden

VW-Sammelklage: Aktionäre fordern Schadensersatz

Die Volkswagen-Papiere haben bislang mehr als 40% an Wert verloren. Nicht verwunderlich, denn Mitte September wurden die Manipulationen an VW-Dieselmotoren in den USA bekannt. Die VW-Sammelklage bei Aktionären beruht nun darauf, dass VW den Informationspflichten, zu welchen es grundsätzlich gesetzlich verpflichtet ist, gegenüber den Anlegern bislang nicht nachgekommen ist. Aktionäre haben jedoch das Recht dazu, über jegliche Umstände informiert zu werden, die den Aktienkurs beeinflussen können. Dementsprechend fordern Aktionäre nun in Form einer VW-Sammelklage, einen Ausgleich für die Kursverluste zu erhalten.

Eröffnungsbeschluss: 6 Monate Anmeldefrist

Formell wurde das Verfahren gegen die Volkswagen AG am 08.03.2017 vom Oberlandesgericht Braunschweig eröffnet. Die Deka Investment GmbH wurde als Fondstocher zum Musterkläger bestimmt, während die übrigen Kläger der VW-Sammelklage Beigeladene des Musterverfahrens sind. Für die Anmeldung zum KapMuG-Verfahren startet zum Zeitpunkt der Bekanntmachung des Musterklägers die Frist zur Anmeldung, die sechs Monate beträgt. Innerhalb dieser sechs Monate muss eine gerichtliche Registrierung erfolgen. Selbst kleinere Anleger haben durch die Anmeldung die Möglichkeit, von dem Musterverfahren profitieren zu können. Auch muss dadurch keine Klage erhoben werden und dennoch erfolgt eine Verjährung der Ansprüche, die bis zum Abschluss des Musterverfahrens gehemmt ist. Auf diese Weise ergibt sich der Vorteil, dass das Verfahren gegen Volkswagen zunächst abgewartet werden kann. Dabei entsteht kein Kostenrisiko.

Kurzfristige Kontaktaufnahme zu Fachanwälten ist von Vorteil

Anleger können sich unverbindlich an der VW-Sammelklage beteiligen, indem sie Kontakt mit der Fachkanzlei Kanzlei Baum und Reiter & Collegen aufnehmen. Dabei informiert das erfahrene Team der Kanzlei in Form einer kostenfreien Einschätzung, ob eine Geltendmachung in Betracht kommt oder nicht. Eine kostenfreie Deckungsanfrage stellt die Kanzlei Baum und Reiter & Collegen gerne bei der Versicherung, insofern eine Rechtschutzversicherung vorliegt.

Über die Kanzlei Baum und Reiter & Collegen

Im Kapitalschutz gehört die Kanzlei Baum und Reiter & Collegen zu den bundesweit führenden Kanzleien überhaupt und wird dementsprechend seit vier Jahren im Ranking gelistet. Spezialisiert ist die Kanzlei außerdem auf die Geltendmachung der Rechte der Menschen, die Opfer von Großkatastrophen geworden sind. Julius Reiter ist nicht nur in der Kanzlei, sondern ebenso häufig als Sachverständiger im Bundestag tätig.

 

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.vw-verhandlung.de